Neue Heimat aufgebaut

Bei der Gedenkfeier am Sudetenkreuz wurden Erinnerungen an die Ereignisse vor 70 Jahren wach. Bild: mhö
Vermischtes
Stadlern
18.08.2016
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Die Gedenkfeier am Sudetenkreuz in Stadlern hat Tradition. Die Redner sprachen die unterschiedlichen Voraussetzungen der Vertriebenen von damals und der Flüchtlinge von heute an.

Es ist Tradition, dass sich dem Festgottesdienst am großen Frauentag eine Feier am Sudetenkreuz, nahe am Kalvarienberg beim Wanderparkplatz anschließt. Für die Gemeinde, so Bürgermeister Gerald Reiter, sei es dabei ein Anliegen an die Geschehnisse vor 70 Jahren zu erinnern. Viele Betroffene von Flucht und Vertreibung oder ihre Angehörigen seien anwesend. Sie setzen damit ein Zeichen, dass die damaligen Vorkommnisse nicht in Vergessenheit geraten.

Nach einem Gebet von Monsignore Thomas Schmid begrüßte Rudolf Lohwasser für die Sudetendeutschen Landsleute im Altlandkreis Oberviechtach die Teilnehmer beim alljährlichen Gedenken an diesem Ehrenkreuz. Im Blick auf die aktuellen Völkerwanderungen in Europa erinnerte er an Aussagen von Diözesanbischof Dr. Rudolf Voderholzer. Im Gegensatz zu heute kamen die deutschen Vertriebenen aus dem gleichen Kulturkreis und hatten den gleichen Glauben und Werteverstand. In einer Rückschau erwähnte Lohwasser persönliche Erlebnisse nach dem Ende des zweiten Weltkriegs. In der neuen Heimat hätten die Sudetendeutschen für sich selbst gesorgt und zum Aufbau des Staates mit beigetragen.

Gemeinsam stellten Bürgermeister Gerald Reiter und Rudolf Lohwasser am Ehrenkreuz eine Blumenschale nieder, während von Trompetern der Blaskapelle Stadlern das Böhmerwaldlied erklang.
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