Neuwahlen bleiben ohne Ergebnis

Vorsitzender Rudolf Paa verzichtete bei der Jahreshauptversammlung auf eine erneute Kandidatur. Mit dem bisherigen Vorstandsteam führt er die Krieger- und Soldatenkameradschaft Stadlern nun kommissarisch für die nächsten zwölf Monate. Bild: mmj
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Stadlern
22.11.2016
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Bis zum Tagesordnungspunkt "Neuwahlen" verlief die Jahreshauptversammlung der Krieger- und Soldatenkameradschaft Stadlern recht flott. Dann kam der Ablauf ins Stocken.

55 Vereinsangehörige und vier Ehrenmitglieder zählt die Krieger- und Soldatenkameradschaft. Von über 20 Terminen im vergangenen Vereinsjahr berichtete Vorsitzender Rudolf Paa in der Jahreshauptversammlung am vergangenen Sonntag. Zu Beginn gedachten die Anwesenden den verstorbenen Mitgliedern Siegfried Koller und Michael Maier.

Im Rückblick sprach Paa über die Unterstützung des Vereins zum Seniorennachmittag. Bei verschiedensten Anlässen in der Gemeinde waren die Krieger dabei. Ob beim Aufstellen des Maibaums, beim Fronleichnamsfest, beim Anna-Fest in Schwarzach oder dem Großen Frauentag, die Teilnahme war immer selbstverständlich. Der durchgeführte Preisschafkopf fand mit Teilnehmern an 16 Tischen ein großes Echo unter den Kartenfreunden. Der Einladung zum Preiswattn des Löwenfanclubs und des Kriegervereins in Weiding waren Mitglieder gefolgt. Der Volkstrauertag wurde mit den Ortsvereinen und der Bevölkerung in Würde begangen. Bei der Haussammlung für die Kriegsgräberfürsorge erreichte man mit 600 Euro ein erfreuliches Ergebnis, wofür der Vorsitzende besonders dankte.

Für Unterstützung gedankt


Wie bereits im Vorfeld der Versammlung bekannt war, stellte sich Rudolf Paa bei der auf der Tagesordnung stehenden "Wahl der Vorstandschaft" nicht mehr zur Verfügung. So dankte er zum Schluss seiner Ausführungen allen, die ihn und die Krieger- und Soldatenkameradschaft in den vergangenen Jahrzehnten unterstützten. Dank galt Bürgermeister Gerald Reiter, dessen Amtsvorgänger Günther Holler, der Münchener Medizin Mechanik, der Geschäftswelt und der Bevölkerung. Er freute sich immer über die Mitarbeit der Ehefrauen von Mitgliedern und allen "hilfreichen Geistern".

Für die Mitglieder Johann Schiener und Michael Weiherer waren Urkunden für 25-jährige Mitgliedschaft vorbereitet. Bürgermeister Gerald Reiter dankte der Vorstandschaft für ihre Arbeit. Der Kriegerverein sei aktiv und in bester Weise engagiert. Es sei in der heutigen Zeit keine Selbstverständlichkeit mehr, dass man Freizeit für Vereinsarbeit opfere.

Stellvertretender Kreisvorsitzender Erwin Biersl von der Bayerischen Krieger- und Soldatenvereinigung dankte der Vorstandschaft und den Mitgliedern für ihr Engagement. Ohne Vereine funktioniere eine Gemeinschaft nicht, jeder Verein sei mit seinen Aufgaben in das Gemeindeleben eingebunden. Eine Krieger- und Soldatenkameradschaft habe Verpflichtung gegenüber dem Kriegerdenkmal und der Kriegsgräberfürsorge. Auf Verbandsebene warb er für die Teilnahme an der Kreisversammlung, am Kreisschießen und an der Abnahme des Sportabzeichens.

Maximal ein Jahr


Die bis zu diesem Zeitpunkt zügig abgewickelte Tagesordnung stockte beim Punkt "Neuwahlen". Neben dem Vorsitzenden stellten sich auch die weiteren Mitglieder der Vorstandschaft nicht zur Wiederwahl.

Nach längerer sachlich geführten Aussprache war jedoch das bisherige Führungsgremium bereit, für maximal ein Jahr kommissarisch in ihren Ämtern zu bleiben. Sollten sich nach internen Absprachen während der nächsten 12 Monate aus den Reihen der Mitglieder Signale ergeben, die schon früher eine Neuwahl begründen, wird dazu eine Mitgliederversammlung anberaumt. Dass die Krieger- und Soldatenkameradschaft weiterbestehen bleibt, war allen Anwesenden ein Anliegen.

Keine Neumitglieder


Schriftführer Franz Liebl erläuterte die Mitgliederstruktur des Vereins. Wegen der Situation in der Bundeswehr sei ein Anstieg der Mitgliederzahl nicht zu erwarten. Es bestehe aber im Verein der Beschluss, nur Kriegsteilnehmer und (ehemalige) Soldaten der Bundeswehr in die Mitgliederliste aufzunehmen. Dazu meinte Ehrenmitglied Rudolf Lohwasser, diese Entscheidung zu überdenken.

Es sollten auch Leute, die sich zum Sinn des Vereins bekennen, als Mitglied beitreten können. Auch BKV-Vertreter Erwin Biersl empfahl zu diesem Punkt eine Satzungsänderung zu diskutieren. Die nun kommissarische Vorstandschaft wird sich diesem Thema annehmen.
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