Stadlern rüstet sich für den Großen Frauentag
Im Gebet vor das Gnadenbild

Viele Gläubige feiern am Kalvarienberg den Festgottesdienst zu Ehren der Gottesmutter. Der Große Frauentag in Stadlern lockt Jahr für Jahr Pilger und Wallfahrer aus einem weiten Umkreis an. Bilder: mmj (2)
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Stadlern
05.08.2016
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Seit Jahrhunderten ist das Gnadenbild in der Wallfahrtskirche Stadlern Anlaufstelle für Bitten und Anliegen. Der Große Frauentag am 15. August lockt Pilger und Gläubige aus einem weiten Umkreis an. Heuer kommen die Wallfahrer sogar auf dem Pferderücken.

"Stadlern ohne Wallfahrtskirche und die Wallfahrtskirche ohne Stadlern mit ihrer Burg Reichenstein scheint nicht denkbar. Diese drei sind geschichtlich eng miteinander verknüpft." In einem kurzen geschichtlichen Abriss aus dem "Auszug aus den Forschungen von +Georgi", zu lesen in einem kleinen, inzwischen vergilbten Faltblatt, wird dort von der "in geschichtlichem Dunkel" stehenden Entstehung der Pilgerstätte berichtet.

Schon vor Reformation


Ursprünglich, so erzählt die Sage, habe sich ein Ritter in der unwegsamen Wildnis des Waldes verirrt. Sein Gelöbnis, eine Kapelle zu Ehren der Mutter Gottes zu errichten, wenn er wieder aus dem Wald finden sollte, wurde von ihm erfüllt. Die Gebetsstätte soll an dem Platz gestanden haben, auf dem die heutige Wallfahrtskirche errichtet wurde. Weiter wird angenommen, dass der Bittgang "Zu unserer lieben Frau" seinen Ursprung in einem Gelöbnis hat und bereits vor Beginn der Reformation bestanden haben dürfte. Einen Höhepunkt, so schreiben Chronisten, hatten Kirche und Wallfahrt in der Barockzeit. Damals erhielt auch die Kirche ihre dementsprechend wertvolle Ausgestaltung.

Waren in all den Jahrhunderten Religion und Wallfahrt wechselvoll, der 15. August, der Große Frauentag, wurde für Stadlern ein Festtag. Alljährlich kommen aus der Umgebung betend Gruppen zum Gnadenbild in das Gotteshaus, in diesem Jahr ist von Schönsee aus auch eine Pferdewallfahrt geplant. Wenn mit Blasmusik, Ehrengästen und den Fahnenabordnungen der Vereine alle zum Kalvarienberg ziehen, wird dort beim Festgottesdienst der Gottesmutter gehuldigt und gedankt. Hauptzelebrant und Festprediger ist in diesem Jahr der Zentralpräses der Marianischen Männercongregation (MMC), Monsignore Thomas Schmid.

Nach der kirchlichen Feier gedenken am nahe liegenden Ehrenkreuz die sudetendeutschen Landsleute der Verstorbenen und der Opfer der Vertreibung. Traditionell gehört seit Jahrzehnten zum Großen Frauentag auch ein Markttag, bei dem viele Fieranten mit ihren Marktständen die Hauptstraße säumen und ein umfangreiches Warenangebot parat halten.

Kirchlicher AblaufBei den Feiern zum Großen Frauentag am 15. August in Stadlern ist folgender Ablauf vorgesehen:

Beichtgelegenheit

7 Uhr bis 8.15 Uhr BGR Michael Reitinger, 7.45 Uhr bis 9.45 Uhr Pater Joseph Palliyil, 8 Uhr bis 9.30 Uhr Pfarrer Martin Särve, 8.30 Uhr bis 9.45 Uhr Pfarrer Wieslaw Pluto-Pradzynski.

Gottesdienste

7 Uhr Pater Joseph Palliyil, 8.30 Uhr BGR Michael Reitinger, 10 Uhr Festgottesdienst am Kalvarienberg, Festprediger und Hauptzelebrant ist Monsignore Thomas Schmid. Andacht 14 Uhr. (mmj)
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