Da blieb kein Auge trocken

Bernd Hasselfeldt hielt auch dieses Mal die Rede beim Starkbierfest der Steinberger Union. Bild: sja
Lokales
Steinberg am See
26.02.2015
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Vor allem die örtliche Politikprominenz bekam ihr Fett weg. Der Starkbierredner nahm sich die Persönlichkeiten der Reihe nach vor und brachte diverse Missgeschicke ans Tageslicht.

"Alle Einheimischen und de, de gern Schdambercher waarn", begrüßte CSU-Ortsvorsitzender und Starkbierredner Bernd Hasselfeldt in der umfunktionierten und voll besetzten Sporthalle zum Starkbierfest der Union, das die "Irlacher Dorfmusikanten" musikalisch und die Frauen-Union kulinarisch gestalteten.

Hasselfeldt derbleckte nicht nur die lokale Prominenz, sondern schlug angesichts der Flüchtlingsproblematik und der Kriege auch ernste Töne an, was mit viel Beifall, auch von den zahlreichen Ehrengästen wie MdL Alexander Flierl, OB Andreas Feller, den Bürgermeistern Harald Bemmerl und Thomas Falter und Brauereidirektor Marcus Jacob quittiert wurde.

Der Wettbewerb

Nach der Begrüßung durch Fabian Kraus und dem Bieranstich durch Jakob Scharf, "Altbürgermeister, stellvertretenden Landrat, Ehrenbürger, Kreis-und Ortsheimatpfleger und wos da Deifel no alles", verwies die Junge Union mit Thomas Rupprecht, Simon Süß und Sinan Wiendl mit einem Sketch auf die Tücken des "Drive in" oder "Kumm eina!". Bei seiner Starkbierrede begrüßte Bernd Hasselfeldt auch "Bürgermeister a. D. Alfred Jäger, der gern Altbürgermeister geworden wär" und sich selbst, "der gern Burgamosta worn wär". Der Redner vergab diesmal in einem von ihm selbst bestimmten Wettbewerb Freibier. Die ersten beiden Flaschen gingen an den "durch Abwesenheit glänzenden dritten Bürgermeister Daniel Frank von der FW- Einmannfraktion, damit er wenigstens zwoa Flaschen an seiner Seitn hat". Bürgermeister Harald Bemmerl, "Mister Perfekt, der zu jeder Veranstaltung rennt - was ja deine Aufgabe ist - und dann dauert jammert, dass er soviel Termine hat", musste seine vergessene Unterschrift unter die Altbürgermeister-Ernennungsurkunde von Jakob Scharf nachholen. Bemmerl kündigte er an: "In fünf Jahren sehen wir uns wieder, oder?"

Die Missgeschicke

Aber auch der Altbürgermeister bekam "sein Fett weg", so zum Beispiel, dass er seinen Keller flutete und die "Wassereinnahme der Gemeinde um 250 Kubikmeter steigerte". Auch das Missgeschick von "Großhotelier Fenzl" mit seinem Hund nahm er aufs Korn, als dieser bei seinem vermeintlichen Rettungsversuch mitten im kalten "Müllnerweiher" stand.

Die Feuerwehr mit ihrem "Familienbeitrag, in dessen Genuss kaum jemand kommen kann", die Faschingsgesellschaft "Seelania" mit "einer Heizdecke als Tombola-Hauptpreis" und der Wanderverein "Concordia", dessen Präsident den Bodenwöhrer Brauereichef mit "Marcus Arco" begrüßte, blieben ebenso wenig verschont, wie Gastwirt Josef Haller, "der schon mal brutto und netto verwechselt" oder Bürgermeister Thomas Falter, "der niat soviel votragt wia er moant".
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