Die Historie lebendig halten

Der neue Vorstand des Heimatkundlichen Arbeitskreises mit dem Vorsitzenden Jakob Scharf (Zweiter von rechts) sowie den Bürgermeistern Harald Bemmerl (rechts) und Thomas Neidl (hinten, rechts). Bild:sja
Lokales
Steinberg am See
26.03.2015
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Sie widmen sich der lokalen Geschichte und leisten dabei wertvolle Arbeit für die Erinnerungskultur. Das öffentliche Lob ist verdient. Nun wird ein weiteres Großereignis geplant.

Der Heimatkundliche Arbeitskreis (HAK) der ehemaligen Bergbaugemeinden wählte im Vereinslokal Gräf einen neuen Vorstand, bei der seit 1987 "amtierende" Vorsitzende Jakob Scharf erneut bestätigt wurde. Für 2016 plant man gemeinsam mit anderen Ortsvereinen den "Ersten Steinberger Kulturtag".

Der Steinberger Bürgermeister Harald Bemmerl würdigte die Arbeit des HAK für die Gemeinde, dankte allen Mitarbeitern, besonders dem Vorsitzenden, der seit fast 30 Jahren auch auf dem Gebiet der Heimatgeschichte wertvolle Arbeit leiste. Vor allem der "Betrieb des Museums mit seinem riesigen Fundus wäre für die Gemeinde ohne den HAK nicht zu stemmen".

Drei Schwerpunkte

Wackersdorfs zweiter Bürgermeister Thomas Neidl nannte den HAK "ein Paradebeispiel für die partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen den beiden VG-Gemeinden". Größter Respekt gelte all denen, die die Geschichte des Raumes Wackersdorf/Steinberg lebendig hielten. Jakob Scharf führte in seinem Rechenschaftsbericht aus, dass der Verein mit dem Museum, der Dorfzeitung "Gmoabladl" und den Kulturreisen drei Schwerpunkte habe. Im Museum seien Anschaffungen getätigt und Exponate gesammelt worden. Zudem habe man das umfangreiche Zeitungsarchiv, das teilweise bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts reiche, und das Fotoarchiv geordnet. Ferner gab es zwei Nostalgieabende und die Sonderausstellung "Steinberger im 1. Weltkrieg".

Dorfzeitung ein Thema

Insgesamt wurden im Berichtszeitraum knapp 900 Besucher registriert. Eindringlich appellierte Scharf, Fotos, Zeitzeugnisse und eventuelle Exponate weder zu Hause "im Keller zu horten" noch wegzuwerfen, sondern dem Museum zur Verfügung zu stellen, damit es der Nachwelt erhalten bleibt. Bei der Dorfzeitung "Gmoabladl", ein Nachschlagwerk über das Dorfgeschehen in den letzten 30 Jahren, deute sich eine Zäsur an. Ob und wie hier die Zukunft aussehe, werde gemeinsam mit der Gemeinde geklärt, wobei der HAK an einer Weiterführung stark interessiert sei, so Scharf. Großen Zuspruch hätten nach wie vor die Kulturreisen, vor allem nach Rom. Heuer solle am 12. Oktober erstmals eine zweite Fahrt "Rom spezial" gestartet werden. Für das laufende Jahr kündigte Scharf den Nostalgieabend "Steinberg heute und früher", zwei Veranstaltungen "50 Jahre BBI-Brunnen", die Gründung einer Kasperltheatergruppe und die Herausgabe des Buches "Steinberger Schulgeschichte(n)" an. Für 2016 regte er einen "Steinberger Kulturtag" an. Vor allem sollen in den nächsten zwei Jahren im Raum Schwandorf neue Mitglieder geworben werden. Vor der Aussprache wurden Albin Hotze (25 Jahre) sowie Harald Bemmerl und Franz Hauser (20 Jahre) geehrt, wobei Scharf den ausscheidenden Vorstandsmitgliedern Veronika Kappes und Erika Rathgeb besonders dankte.
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