Gartenbauverein legt Jahresprogramm vor
Heilende Kräuter

Lokales
Steinberg am See
21.03.2015
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Kreisfachberater Wolfgang Grosser referierte bei der Frühjahrsversammlung des Gartenbau- und Ortsverschönerungsvereins über "Heilkräuter in Haus und Garten". Ortsvorsitzender Paul Weiß blickte auf das abgelaufene Jahr zurück und gab die Termine für 2015 bekannt.

Bürgermeister Harald Bemmerl würdigte die vielfältige Arbeit des örtlichen Gartenbauvereins, vor allem beim Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft". Altbürgermeister und stellvertretender Landrat Jakob Scharf nannte die Gartenbauvereine im Landkreis "unverzichtbar". Paul Weiß erinnerte an verschiedene eigene Aktionen im Jahre 2014 sowie an die Teilnahme bei anderen örtlichen Vereinen und stellte das Jahresprogramm 2015 vor.

Demnach werde man die Blumenwiese im Schulhofgarten nochmals ansäen, die Friedhofshecken schneiden und einen Baumschneidekurs in Oder anbieten. Auch werde man sich wieder am Wandertag beteiligen und das Erntedankfest feiern.

Kreisfachberater Wolfgang Grosser begann seinen interessanten Vortrag über Heilkräuter, eine seit Jahrtausenden wirksame Heilmethode, mit der "Gründonnerstagssuppe" als "erste Kräuternahrung", die die ideale Suppe gegen Frühjahrsmüdigkeit sei. Nach einer uralten Überlieferung sollten es neun Kräuter sein, unter anderem Brennnessel, Petersilie, Schnittlauch, Gänseblümchen, Bärlauch, Brunnenkresse oder Löwenzahn. Heilkräuter könne man grundsätzlich äußerlich und/oder innerlich anwenden. Man könne sie sehr variabel als Salat, Salbe, Tinktur, getrocknet, pulverisiert oder zu Saft mit und ohne Alkohol verarbeitet finden. Es können verschiedene Pflanzenteile verwendet werden wie Blätter, Früchte, Wurzeln, Blüten, Samen, aber auch Rinde oder Kraut.

Der Referent stellte eine Vielzahl von Heilkräutern sowie deren Wirkung im Detail vor. Die Palette reichte vom Kümmel, der gegen Magenkrämpfe wirkt, appetitanregend und verdauungsfördernd ist, sowie der antibakteriell wirkenden Nelke über den schmerz- und blutungsstillenden Zimt bis hin zu den heimischen und exotischen Salatkräutern.

Auch die Wirkung der Wildkräuter wie Baldrian, Beinwell oder Borretsch erläuterte Grosser, ebenso der "Scharfstoffdrogen" wie Paprika, Meerrettich oder Senf. Der Kreisfachberater ermunterte die Gartler, die Heil- und Wildkräuter in den heimischen Gärten vermehrt einzusetzen.
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