Heimatkundlicher Arbeitskreis wirbt um Mitglieder
Eine Flut von historischen Bildern

Lokales
Steinberg am See
23.10.2015
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Der heimatkundliche Arbeitskreis will verstärkt um Mitglieder werben. Das wurde bei einer Mitgliederversammlung im Braunkohlemuseum deutlich. Vorsitzender Jakob Scharf ließ das vergangene Jahr Revue passieren und gab einen Ausblick auf die kommenden Monate.

Sehr erfolgreich, sagte Vorsitzender Jakob Scharf, seien die wöchentlichen Arbeits-Stammtische, bei denen die Teilnehmer "eine Unmenge von Fotos" geordnet und katalogisiert hätten. Aber es seien immer noch "an die tausend Bilder" aus dem jüngeren und älteren Ortsgeschehen, die zu identifizieren und beschriften seien. Der Vorsitzende bedauerte, dass diese "angenehme und abwechslungsreiche Arbeit" nur von einem kleinen, harten Kern geleistet werde und appellierte an die Steinberger, "mal unverbindlich vorbeizuschauen und mitzuhelfen".

Zeitungsarchiv pflegen

Außerdem werde bei diesen Zusammenkünften das umfangreiche und bis in die 1950er Jahre zurückreichende Zeitungsarchiv der Gemeinde und der Vereine weiter gepflegt sowie die Sammlung von Sterbebildern, die ins Jahr 1910 zurückreicht, komplettiert. Alte Fotos und sonstige Dokumente werden vom Heimatkundlichen Arbeitskreis weiterhin angenommen. Außerdem habe man eine "Kasperltheaterbühne" erstellen lassen, die noch bemalt werden müsse. Dann werde man mit der "HAK-Kasperltheatergruppe" erstmals an die Öffentlichkeit treten.

Guten Zuspruch haben laut Scharf die Sonderausstellungen zum ersten Weltkrieg und zu alten Radios gefunden. Auch an der Einweihung des historischen Brunnens und an der Gedenkfeier für die verstorbenen Pfarrer Michael Gschwendtner und Josef Kiener habe sich der HAK beteiligt. Eingestellt wurde dagegen nach 30 Jahren in Absprache mit der Gemeinde das "Gmoabladl" als Mitteilungsblatt der Gemeinde und Vereine. Scharf äußerte sich enttäuscht darüber, dass die Fortsetzung seitens der Gemeinde nicht vorangebracht habe. Der HAK stehe zu seinem Wort, auch unter der Regie der Gemeinde am neuen Mitteilungsblatt redaktionell mitzuarbeiten und das Gemeindeorgan zu unterstützen. Andernfalls werde der Arbeitskreis das "Gmoabladl" unter geänderten Voraussetzungen weiter herausbringen oder alternativ einen Jahresband in Buchform produzieren.

Museumsweihnacht

Die Museumsweihnacht werde nach einem Jahr Pause heuer in geänderter Form veranstaltet, wofür Christian Scharf verantwortlich zeichnet. Die nächste Sonderausstellung stehe auf Vorschlag von Hans-Peter Weiß unter dem Motto "Hochzeit", wozu noch jede Menge Hochzeitsfotos gesucht werden. Bereits weit fortgeschritten ist das Buch "Steinberger Schulgeschichte(n)" mit Texten und Fotos seit Beginn des 20. Jahrhunderts. Fortgesetzt wurde auch die Reihe der Museumsbesuche mit einer interessanten Führung im Burglengenfelder Volkskundemuseum. Abschließend beschloss der HAK, erstmals das Braunkohle- Museum auch während der Wintermonate zu öffnen, und zwar einmal im Monat. Unabhängig davon sind Sonderführungen nach vorheriger Rücksprache immer möglich, auch für Vereine und Gruppen zur Sondervorführung des BBI-Films "Erben des Tertiär".
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