Konstruktiv, aber kritisch

Für 45 Jahre Mitgliedschaft ehrte Ortsvorsitzender Bernd Hasselfeldt die Gründungsmitglieder Jakob Scharf (rechts) und Reinhold Dauerer.
Lokales
Steinberg am See
23.03.2015
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Er konstatierte "Licht und Schatten", das Bürgermeisteramt ging bei der Wahl verloren. Der alte und neue CSU-Vorsitzende setzt dessen ungeachtet auf konstruktive Mitarbeit zum Wohl der Gemeinde. Mit eigenen Ideen, Vorstellungen und auch Kritik.

Bernd Hasselfeldt erhielt als als Ortsvorsitzender der CSU bei der Generalversammlung im DJK-Tennisheim einstimmig das Vertrauen. Altbürgermeister und stellvertretender Landrat Jakob Scharf referierte über die Kreispolitik, die bekanntlich für die CSU äußerst erfolgreich verlaufen sei.

Die Sachpolitik

Im Kreistag, dem er jetzt die sechste Periode angehöre, habe sich das Bündnis der CSU mit den Freien Wählern und der ÖDP bewährt, wobei bislang bei allen Parteien die Sachpolitik im Vordergrund stehe und so das Klima insgesamt gut sei. Ausgabenschwerpunkt sei die Bildungspolitik. Bernd Hasselfeldt blickte zunächst auf eine Steigerung der Mitgliederzahl von 44 auf 54. Er verwies ebenfalls auf einen "intensiv geführten Kommunalwahlkampf", bei dem man die beide Ziele "stärkste Fraktion" und "eine Frau im Gremium" erreicht, die beiden anderen Ziele "Bürgermeister" und "Generationswechsel" jedoch verfehlt habe. Dennoch werde man 2020 an der Zielsetzung festhalten, zumal bislang von der "Koalition der SPD mit dem FW-Gemeinderat als Mehrheitsbeschaffer recht wenig gekommen ist und man die CSU ausgebremst hat". Nach knapp einem Jahr Amtszeit des neuen Bürgermeisters werde nur das in der letzten Periode Begonnene und bereits Beschlossene weitergeführt .Vor allem kritisierte Hasselfeldt, dass von der vor den Wahlen vom neuen Bürgermeister angekündigten "besseren Transparenz" nichts zu spüren sei, im Gegenteil. Es werde mehr nichtöffentlich behandelt als je zuvor.

Etat im Blick

Zu den aktuellen Fragen führte der CSU-Fraktionssprecher aus, dass "wir am Baugebiet Retzerschübl festhalten, aber nicht um jeden Preis". Die Interessen der Wohnbevölkerung im jetzigen Wohngebiet See hätten Vorrang, was durch entsprechende Gutachten geprüft werde. Trotz allem mahnte er eine zusätzliche "schnelle Ausweisung eines Baugebietes vor allem für junge Familien" an. Die CSU-Fraktion werde "mit Sicherheit keine Fundamentalopposition betreiben", sondern alles unterstützen, was das Beste für Steinberg am See sei. Zum derzeitigen Haushaltsentwurf führte stellvertretender Fraktionsvorsitzender Franz Kiendl junior aus, dass dieser noch diskussionswürdig sei. Vor allem warnte er im Hinblick auf die Nachfolgegeneration, "die sparsame und erfolgreiche Haushaltsführung der letzten 30 Jahre nicht durch einen enormen Anstieg der Verschuldung zu gefährden". Dann ehrte der Ortsvorsitzende langjährige Mitglieder. Für 45 Jahre wurden Franz Kiendl senior, Reinhold Dauerer und Jakob Scharf ausgezeichnet und für 25 Jahre Berta Nausch. Für 20 Jahre wurde Josef Haller und Veronika Stangl, für 15 Jahre Christian Obermeier und für zehn Jahre Michael Körner gedankt.

Der wiedergewählte Ortsvorsitzende kündigte für den 23.April ein Helferfest in der Segelschule an und versprach "beim 25. Jubiläums-Starkbierfest im nächsten Jahr eine besondere Attraktion".
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