Neue Führung installiert

Die neue Vorsitzende Erika Oberndorfer (Vierte von rechts) führt künftig den SPD-Ortsverein. Bürgermeister Harald Bemmerl (rechts) stand 28 Jahre an der Spitze. Bild: hfz
Lokales
Steinberg am See
03.03.2015
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Beim SPD-Ortsverein ging nach 28 Jahren eine Ära zu Ende. Nun steht eine Frau an der Spitze. Sie will den Bürgermeister unterstützen, als Bindeglied in der Gemeinde fungieren und die Jugend fördern.

Bei der Jahreshauptversammlung des SPD-Ortsvereins im Hotel-Gasthof Fenzl ergriff zunächst Fraktionssprecher Konrad Zitzler das Wort. Er berichtete von einem sehr intensiven ersten Jahr mit dem neuen Gemeinderat. Die anfangs etwas emotionale Situation im Rat habe sich mittlerweile entspannt und die Sachthemen träten wieder in den Vordergrund. Die Themen würden jetzt anders auf- und vorbereitet und auch anders diskutiert.

Baulücken geschlossen

Das Thema Rathaus und sein Umfeld werde mit Hilfe und Zuschüssen des Amtes für ländliche Entwicklung wahrscheinlich Mitte des Jahres abgeschlossen, so der Sprecher. Er dankte dem ersten Bürgermeister vor allem dafür, dass er alle brachliegenden Grundstücke, die für die Gemeinde Einnahmen bedeuteten, vermarktet habe und so Baulücken geschlossen seien.

Außerdem sei der aktuelle Winterdienst für alle Bürger auf der Homepage der Verwaltungsgemeinschaft einsehbar und die weitere Entwicklung des Campingplatzes sei momentan zur Chefsache erklärt worden. Der neue Abschnitt des Seerundweges sei kurz vor Baubeginn und schon jetzt könne man erkennen, dass der Wildwuchs entfernt wurde und der Blick auf den See wieder frei geworden sei. Die momentan laufenden Bodenuntersuchungen für Braunkohlenachfolgegebiete vom Projekt "Eon-geht" brächten Sicherheit für alle, bekräftigte Zitzler. Das Baugebiet "Retzerschübl" bedeute wieder ein wirtschaftliches Vorankommen der Gemeinde. Auch wurde bereits der Beschluss gefasst, den Ortsteil Oder an das Kanalnetz anzuschließen. Wenn in Kürze alle Vorarbeiten und Planungen vorlägen und im Gemeinderat abgestimmt seien, werde eine Teilbürgerversammlung in Oder stattfinden. Harald Bemmerl, der den Vorsitz seit 1987 innehatte, sprach in seinem Bericht als Ortsvorsitzender über die Veranstaltungen des letzten Jahres.

Eine besonders aktive Gruppe Gleichgesinnter habe zwei Wahlveranstaltungen organisiert. Die SPD konnte bei den Kommunalwahlen wieder fünf Gemeinderatssitze erobern und stelle seit Mai mit ihm auch den ersten Bürgermeister.

Zur Zukunft des SPD-Ortsvereins bemerkte er, dass das Vertrauen der Wähler bestätigt werden, dass sich der Ortsverein verjüngen und der Vorstand aus Personen bestehen müsse, die bereit seien, in fünf Jahren wieder zu kandidieren. Er selber stehe für den Posten des ersten Vorsitzenden nicht mehr zur Verfügung. Kassier Franz Hauser gab einen positiven Bericht ab. Die Revisoren Klaus Streipert und Sebastian Scharf bestätigten eine sachgemäße und ordentliche Kassenführung.

Das Miteinander

Die neue Vorsitzende Erika Oberndorfer betonte, dass Harald Bemmerl kompetent und zuverlässig sein neues Amt als erster Bürgermeister ausführe und er der richtige Mann am richtigen Ort sei. Sie sehe sich als Bindeglied zwischen Gemeinderat und Ortsverein und wolle vor allen Dingen das Miteinander stärken, das Vereinsleben aktivieren, die Jugend für Kommunalpolitik begeistern und freue sich über zwei neue Mitglieder im Verein.
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