Rat reißt der Geduldsfaden

Seit Jahren tut sich nichts an der Seepromenade . Die Fläche ist längst planiert, doch vom geplanten Campingplatz weit und breit nichts zu sehen. Bild: rid
Lokales
Steinberg am See
16.10.2015
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2013 sollten bereits die ersten Gäste kommen. Heute, zwei Jahre später, ist von dem geplanten Fünf-Sterne-Campingplatz am Steinberger See weit und breit nichts zu sehen. Die Geduld der Gemeinderäte ist langsam am Ende.

Zumal im November der Optionsvertrag ausläuft. Der Gemeinderat forderte in seiner Sitzung am Dienstag den Investor auf, zu seinem Projekt endlich Farbe zu bekennen, zumal die Verwaltung erheblichen Aufwand getrieben hat, um den Campingplatz zu ermöglichen.

500 Stellplätze

Sage und schreibe 18 Behörden und Träger öffentlicher Belange musste die Gemeinde um eine Stellungnahme zum Bau des neuen Campingplatzes am See bitten. Alle sind mittlerweile abgearbeitet. Wer nicht zu Potte kommt, sind die Amberger Unternehmer, die seit Jahren vorgeben, am Rande des Sees einen Premium-Campingplatz mit 500 Stellplätzen und Freizeitanlagen errichten und dafür fünf Millionen Euro investieren zu wollen. Der Gemeinderat hat in der Vergangenheit die Bebauungspläne angepasst und die Rahmenbedingungen geschaffen. Die Kommune ließ rund um den See den Kanal verlegen, mit einem Kostenvolumen von 2,7 Millionen Euro damals die größte Baumaßnahme in der Geschichte Steinbergs. "Camping ist ein boomender Markt", versicherte Diplom-Ingenieur Peter Wagner (Amberg) damals den Gemeinderäten. Der Architekt bescheinigt dem "Camping-Klientel" allerdings "gestiegene Ansprüche". Deshalb werde auf dem 31,5 Hektar großen Gelände an der Seepromenade eine Freizeitanlage auf "höchstem Niveau" entstehen.

Realisierung nicht in Sicht

Das runde Zentralgebäude mit einem Durchmesser von 100 Metern sollte einen Wellnessbereich, einen Kiosk, eine Wohnung und modernste sanitäre Anlagen. Zum Konzept gehört ferner ein 450 Quadratmeter großes Restaurant. Doch eine Realisierung der Pläne ist nicht in Sicht.

Bürgermeister Harald Bemmerl will jetzt Klarheit. "Wir werden das Thema in den nächsten drei Wochen intensiv bearbeiten", kündigte er bei der Gemeinderatssitzung am Dienstag an.
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