Verkehr als Hauptthema

Der Info-Point am Rathaus versperrt den Autofahrern die Sicht, meint die CSU-Fraktion des Gemeinderats. Bild: rid
Lokales
Steinberg am See
20.07.2015
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Die Verkehrsschau nahm breiten Raum ein, und sie bringt eine Reihe von Maßnahmen. Zur Sprache kam auch eine in Schwandorf angedachte vierte Autobahn-Ausfahrt. Hier gehen die Meinungen der Räte auseinander.

Behindert der neue Info-Point am Rathaus die Sicht? "Ja", meint CSU-Gemeinderat Bernd Hasselfeldt. Bei der letzten Sitzung regte er ein Treffen mit der Polizei an, "um nach einer Lösung zu suchen". Seiner Meinung nach seien Fußgänger, vor allem Schulkinder, beim Überqueren der Straße gefährdet, "weil sie von den Autofahrern zu spät erkannt werden".

Die Meinung der Polizei

Bürgermeister Harald Bemmerl informierte die Gemeinderatsmitglieder über die Ergebnisse der Verkehrsschau, die kürzlich gemeinsam mit der Polizei stattfand. So wird es an der Seepromenade eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h und ein Halteverbot auf der Seite des Knappensees geben. Im Ortsteil "Oder" kommt ein Halteverbot nur an der Seeseite. An der Bergmannstraße wird die Gemeinde an der Einmündung des Geh- und Radweges das Verkehrszeichen "Radfahrer kreuzen" aufstellen.

In der Nittenauer Straße wurden inzwischen die Halteverbotsschilder entfernt. Eine Halteverbots-Beschilderung an der Weiherstraße hält die Polizei nicht für sinnvoll. In der Kanalstraße wechseln die Halteverbotsschilder von der Spielplatz- an die Nordseite. Der Reutinger Weg soll für Fahrzeuge über 7,5 Tonnen gesperrt werden. Zum geplanten Neubau auf dem Grundstück "Reutinger Weg 2-4" vertrat das Gremium die Auffassung, dass die Grundstückszufahrt verlegt werden müsse. Die ursprünglich geplante Zufahrt nahe der stark befahrenen Nittenauer Straße beinhalte Gefahrenpotenziale. Mehr Risiken als Nutzen würde nach Meinung des Bürgermeisters und der SPD-Fraktion auch eine vierte Autobahnausfahrt bringen, wie sie die Stadt Schwandorf plane. Der Verkehr auf der Staatsstraße 2145 würde stark zunehmen und den Tourismus belasten. CSU-Sprecher Bernd Hasselfeldt sieht in einer Ausfahrt "Steinberg am See" durchaus auch Vorteile. In ihrem Rahmenplan "Siedlungspotenziale" sollte die Stadt Schwandorf mehr Wert auf die Entwicklung des "Interkommunalen Gewerbegebiets" legen, so der Wunsch des Bürgermeisters. Der Gemeinderat verabschiedete eine Resolution zum TTIP-Freihandelsabkommen und stellte darin fest: "Die Interessen der Gemeinde dürfen bei der kommunalen Daseinsvorsorge nicht berührt werden". Grundsätzlich sehen die Räte in dem Abkommen mit den USA durchaus "auch Potenziale und Chancen".
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