Abschluss der Baumaßnahme
Westufer per Kanal erschlossen

Bürgermeister Harald Bemmerl (Zweiter von links) traf sich mit Vertretern der bauausführenden Firmen und des Planungsbüros zur Endabnahme der Kanalarbeiten in Oder. Bild: Hirsch
Politik
Steinberg am See
23.05.2016
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Lange wurde das Thema im Gemeinderat hin und her gewälzt, nicht zuletzt der hohen Kosten wegen. Jetzt steht die Abwasserentsorgung für den Steinberger Ortsteil Oder.

Die Gemeinde nutzte die Niedrigzinsphase und nahm 600 000 Euro auf dem Kapitalmarkt auf. "Dadurch konnten wir die Kanalisation für den Ortsteil Oder vorziehen", betonte Bürgermeister Harald Bemmerl am Freitag bei der Abschlussbesprechung an der Baustelle.

"Zehn Jahre lang wurde nur debattiert", erinnerte der Bürgermeister. Für ihn sei die Kanalisierung zu einem Hauptanliegen geworden, seit er vor zwei Jahren das Amt antrat. Vor allem deshalb, "weil jetzt auch die touristischen Betreiber am Westufer des Steinberger See eine ordentliche Wasserver- und Entsorgung haben".

Harald Bemmerl erwartet in Zukunft weitere Ansiedler. Über einen Freispiegelkanal gelangen die häuslichen Schmutzwässer zu den neuen Pumpwerken und von dort in die Kläranlage des Zweckverbandes Schwandorf-Wackersdorf. Die Leitungsverlegung erfolgte in einer offenen Rohrgraben-Bauweise und im Bohrspülverfahren. Das Wasser bezogen die Bewohner der Ortschaft bislang von der Stadt Schwandorf. Die Gesamtkosten betragen 824 000 Euro. Für den Kanal sind 648 000 Euro veranschlagt, für die Verlegung der Wasserleitungen 126 000 Euro und für Erdarbeiten 50 000 Euro. Die Gemeinde bekommt eine staatliche Förderung von 279 297 Euro und muss somit 544 703 Euro selbst aufbringen.
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