Bauausschuss auf Besichtigungstour
Obstbäume ersetzen Pappeln

Bereits am Mittwoch begannen die Baumfällungen. Statt der Pappeln sollen Obstbäume gepflanzt werden, um den Allee-Charakter zu erhalten.
Politik
Steinberg am See
30.03.2016
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Entlang der Zufahrtsstraße zur Segelschule Gradl am Steinberger See stehen 25 Pappeln, die in den nächsten Tagen gefällt werden. "Aus Sicherheitsgründen", wie Bürgermeister Harald Bemmerl bei der Ortsbesichtigung des Bauausschusses am Dienstag betonte. Aber: Es gibt Ersatz.

Die Bäume sind zwischen 50 und 60 Jahre alt und hatten, wie sich der Bürgermeister informieren ließ, nur noch eine Lebensdauer von wenigen Jahren. Orkan Wibke hat den Pappeln vor 25 Jahren arg zugesetzt und die Wipfel stark ausgedünnt.

Inzwischen ist der gesamte Bestand so "altersschwach", dass von ihm eine Gefährdung ausgeht. An die Stelle der Pappeln will die Gemeinde Obstbäume pflanzen und den Allee-Charakter wieder herstellen. "Die Kosten werden sich in Grenzen halten", glaubt der Bürgermeister, denn mit der Verwertung des geschlagenen Holzes erlöse die Gemeinde auch Einnahmen.

Voll im Zeitplan liegen die Kanalarbeiten im Ortsteil Oder, versicherte Harald Bemmerl. Seit mehr als zehn Jahren habe sich die Gemeinde mit diesem Thema befasst und es jetzt in Angriff genommen. Die Kommune nutzte die Niedrigzinsphase und nahm 600 000 Euro auf dem Kapitalmarkt auf. "Dadurch konnten wir die Kanalisation vorziehen", betonte der Bürgermeister.

Über einen Freispiegelkanal gelangen die häuslichen Schmutzwässer zu den neuen Pumpwerken und von dort in die Kläranlage des Zweckverbandes Schwandorf-Wackersdorf. Das Wasser beziehen die Bewohner derzeit noch von der Stadt Schwandorf. "In Zukunft wird die Gemeinde auch den Ortsteil Oder mit Wasser versorgen", kündigte der Bürgermeister an. Die Leitungsverlegung erfolgt in einer offenen Rohrgraben-Bauweise und im Bohrspülverfahren.

Die Gesamtkosten betragen 824 000 Euro. Für den Kanal sind 648 000 Euro veranschlagt, für die Verlegung der Wasserleitungen 126 000 Euro und für Erdarbeiten 50 000 Euro. Die Gemeinde bekommt eine staatliche Förderung von 279 297 Euro und muss somit 544 703 Euro kreditfinanziert selbst aufbringen.
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