Biber bereitet Gemeinderat Sorgen
Konzept für Bäche und Gräben

Die Gemeinde Steinberg am See erstellt ein Gewässerentwicklungskonzept zur Pflege der Bachläufe. Bild: rid
Politik
Steinberg am See
14.01.2016
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100 000 Kilometer Gewässer fließen durch Bayern, von schmalen Quellbächen bis zu breiten Flüssen. Der überwiegende Teil fällt unter die Rubrik "Gewässer 3. Ordnung". Um deren Unterhalt müssen sich die Kommunen kümmern. So auch Steinberg am See.

Die Gemeinde erstellt nun ein Konzept für den Unterhalt der Bachläufe. Der Bürgermeister gibt ein Konzept zur Gewässerentwicklung in Auftrag. "Es ist Voraussetzung für eine staatliche Förderung der Maßnahmen", betonte Harald Bemmerl bei der Gemeinderatssitzung am Dienstag. Es gebe Zuschüsse bis zu 75 Prozent.

Auch für die Erstellung eines Gutachtens. Der Beschluss zur Erarbeitung eines Gewässerentwicklungskonzeptes erfolgte daraufhin einstimmig. Die Gemeinde wird dafür in den Haushalt 2016 einen Betrag von 6250 Euro einstellen.

Weil auch die Nachbargemeinde Wackersdorf Ähnliches plane, werde die Verwaltungsgemeinschaft beim Wasserwirtschaftsamt ein gemeinsames Vorhaben anmelden. Gemeinderat Josef Weinfurtner meldete in der Aussprache Bedenken an und betonte: "Das Hauptproblem bei den Gräben ist der Biber". Bis zu 1,5 Meter hohe Biberbauten würden das Wasser aufstauen. Der Bauhofleiter ist der Meinung: "Wenn der Biber nicht aus den Gräben verschwindet, ist das Entwicklungskonzept überflüssig". Bürgermeister Harald Bemmerl vertrat dagegen die Auffassung, dass viele Grabenbereiche auch ohne Einfluss des Bibers verlandet seien. Im Übrigen habe die Gemeinde die Möglichkeiten, die Biberpopulation einzudämmen.
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