Pläne für "Retzer Schübl" werden ausgelegt
Sicherer Grund für Baugebiet

Für das "Retzer Schübl" am Steinberger See (Bild) will der Gemeinderat Baurecht schaffen. Nun werden die Bürger und die Träger öffentlicher Belange gehört. Bilder: rid(2)
Politik
Steinberg am See
03.02.2016
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Es wird zwar noch einige Zeit dauern, bis am "Retzer Schübl" das erste Haus steht. Doch sind jetzt zumindest die Voraussetzungen geschaffen.

Der Gemeinderat beschloss in seiner Sitzung am Dienstag die Änderung des Bebauungs- und Flächennutzungsplan und die Umwandlung des Gebietes "Oberpfälzer Seenplatte - Sondergebiet Hotel" in ein "allgemeines Wohngebiet mit Beherbergung". Das Gremium machte damit den Weg frei für eine Beteiligung der Öffentlichkeit und der Träger öffentlicher Belange am Verfahren.

Zeit für Entscheidung


"Wir haben uns in der Vergangenheit intensiv mit diesem Thema befasst ", betonte Bürgermeister Harald Bemmerl. Es sei nun Zeit für eine Entscheidung. Diplom-Ingenieur (FH) Alfred Weiß vom gleichnamigen Ingenieurbüro in Neunburg vorm Wald ist mit den Planungen beauftragt und nannte die am Verfahren Beteiligten: Gemeinde, Ingenieurbüro, Architekten, Landschaftsplaner, Gutachter. Bedenkenträgern, die an der Standfestigkeit des Baugebiets zweifeln, erklärt der Planer: "Die Halbinsel wurde bergbaulich nicht genutzt". Die Standsicherheit sei gewährleistet. Der Flächennutzungsplan wurde am Dienstag zum 5., der Bebauungsplan zum 17. Mal geändert. Alfred Weiß erinnerte an die zahlreichen Ideen für eine Nutzung dieses Gebietes am Seeufer. Sogar ein Inselhotel sei einmal im Gespräch gewesen. Jetzt wurde das Areal in "ein allgemeines Wohngebiet mit Beherbergung" umgewidmet.

Die Fläche liegt in der Gemarkung Oder und ist knapp sechs Hektar groß. Die Erschließung wird über die Seestraße erfolgen. Der Diplom-Ingenieur legt großen Wert auf den Naturschutz und betont: "Der Wald und der Baumbestand bleiben weitgehend erhalten". Ausgleichsflächen würden geschaffen.

16 Parzellen


Der Planer zeigte den Gemeinderäten, wie das Baugebiet einmal aussehen könnte. Es sieht 16 Parzellen für Einfamilienhäuser und ein weiteres Gebiet für Geschossbauten vor. Alle mit Blick zum See. Mit zwei Gegenstimmen verabschiedete der Gemeinderat die Änderungen des Bebauungs- und Flächennutzungsplans. Die Pläne werden nun ausgelegt, die Öffentlichkeit und Träger öffentlicher Belange können sich äußern. Dann beschäftigt sich der Gemeinderat mit den Stellungnahmen und beschließt schließlich die Umsetzung der Pläne.
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