Tourismus-Vereine wollen fusionieren
Angebot aus einem Guss

Politik
Steinberg am See
19.01.2016
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Die Nachbarn rücken noch näher zusammen: Die Fremdenverkehrsvereine aus Steinberg am See und Wackersdorf wollen fusionieren. Sie wollen das "Oberpfälzer Seenland" so weiter stärken.

Einstimmig sprachen sich die Mitglieder des Fremdenverkehrs- und Kulturvereins bei der Jahreshauptversammlung im Gasthaus Oder für eine Verschmelzung mit dem Wackersdorfer Tourismusverein aus, um die Kräfte beider Gemeinden zu bündeln. Über die Zukunft des Zweckverbandes "Oberpfälzer Seenland" referierte Geschäftsführer Joachim Häring.

Gegen "Kirchturmdenken"


Bürgermeister Harald Bemmerl sicherte die weitere Unterstützung der Gemeinde zu, die zielstrebig den seit Stilllegung der BBI eingeleiteten Umbau zur attraktiven Wohn- und Tourismusgemeinde nahtlos fortsetzen werde. Anerkennung gebühre den Bemühungen des Zusammenschlusses beider Vereine.

Der stellvertretende Landrat Jakob Scharf bewertete den bevorstehenden Zusammenschluss der Vereine aus Wackersdorf und Steinberg als zukunftsweisend und wünschte sich eine Bündelung der Werbegemeinschaften auch auf der Ebene des Landkreises. So könne er mehr erreichen als in derzeit vier bis fünf Werbegemeinschaften. "Kirchturmdenken" sei überall schädlich, besonders im Tourismusbereich, erinnerte Scharf an die Vielfalt des touristischen Angebotes in allen Landkreisgemeinden.

Vorsitzender Anton Zitzler verwies in seinem Rechenschaftsbericht auf zahlreiche Veranstaltungen, wobei vor allem die "Vier-Seen-Radtour" ein sehr positives Echo gefunden habe. Der Vereinsausflug nach Abensberg war weniger gut besucht. Für das bevorstehende Jahr kündigte der Vorsitzende weitere Schritte zur Verschmelzung der Tourismusvereine Wackersdorf und Steinberg an. Auch plane man mit den Gästeführern, die sich den Anwesenden vorstellten, eine Busfahrt durch das Seenland.

Der Geschäftsführer des Zweckverbands Oberpfälzer Seenland (ZOS), Joachim Häring, stellte fest , dass die "junge Tourismusregion sich hervorragend entwickelt hat". Er bedauerte aber, dass sie immer noch zu wenig bekannt sei. Dabei könne man nicht nur mit der vielfältigen Seenlandschaft wuchern, sondern auch mit den Teichen, mit Wandern und Radfahren.

Der Zweckverband könne mit Stolz darauf verweisen, "dass 68 Prozent der gesamten Übernachtungen des Landkreises in den acht Kommunen des Seenlandes gebucht werden". Das Thema "Seen" sei im bayerischen Tourismus unterrepräsentiert, weswegen man sich zu einer "Seenkooperation" zusammengeschlossen habe und unter anderem mit den Regionen Bodensee, Tegernsee oder Königssee gemeinsame Konzepte entwickle.

Kritik am neuen Logo


Man werde die Marke "Oberpfälzer Seenland" noch stärker positionieren, weswegen man neben einem neuen Kommunikationskonzept auch ein neues Logo kreiert habe, das aber nicht die Zustimmung aller Anwesenden fand.

Als Zielgruppe der Urlauber nannte Häring Familien, Tagesausflügler, Aktivurlauber und Naturliebhaber. Das Zeitfenster sei recht kurz, da Winterangebote "ziemlich dünn" seien. Punkten könne man auch mit "Kultur und Genuss". Insgesamt sei das "Oberpfälzer Seenland" sehr gut aufgestellt und biete für die Zukunft "ausgezeichnete Perspektiven".
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