Bergmanns-Büste wird aufgestellt
Erinnerung an BBI-Kumpel

Die letzten Arbeitsgänge an der Bergmannsbüste (hier noch in drei Teilen)von Künstler Robert Weber erlebte HAK-Vorsitzender Jakob Scharf (links) in Straubing persönlich mit und transportierte das Kunstwerk dann nach Steinberg am See. Bild:sja
Vermischtes
Steinberg am See
20.10.2016
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Vor 110 Jahren wurde die Bayerische Braunkohle Industrie gegründet, die die Industriegeschichte der Region wesentlich prägte. Der Heimatkundliche Arbeitskreis Steinberg und der Knappenverein Wackersdorf werden das am 29. Oktober feiern. Eine Büste wird aufgestellt.

/Wackersdorf. In zwei Sitzungen haben der Heimatkundliche Arbeitskreis (HAK) und der Knappenverein die Feier zum 110-jährigen "Geburtstag" der BBI vorbereitet. Im Mittelpunkt steht dabei die Enthüllung einer Bergmanns-Büste zum Gedenken an alle verstorbenen BBI-Mitarbeiter.

Die vom Fischbacher Künstler Robert Weber geschaffene Bronzebüste konnte nur finanziert werden, weil neben Mitteln des Vereins viele Spenden von Kommunen, Institutionen und Firmen aus dem ganzen Landkreis und darüber hinaus eingingen. HAK-Vorsitzender Jakob Scharf war überwältigt von der Unterstützung durch die heimische Wirtschaft sowie durch Privatpersonen, denen die Tradition und Pflege bergmännischen Gedankengutes am Herzen liegt. "Unverständnis und große Enttäuschung" äußerten dagegen HAK und Knappenverein, dass es seitens der Gemeinde Steinberg der die Büste "gehören" wird, keinen Zuschuss gegeben habe. HAK-Vorsitzender und Ehrenmitglied des Knappenvereins Jakob Scharf nannte es eine "Posse", dass bei drei Zuschussanträgen von CSU,SPD und Bürgermeister im Gemeinderat "am Ende keiner eine Mehrheit findet und Null herauskommt". Umso mehr freue es ihn, dass die Nachbargemeinde Wackersdorf das Andenken an die ehemaligen BBI-ler großzügig unterstützte. Dank sagte Scharf auch dem Steinberger Bauhof, der bei der Vorbereitung des Standortes behilflich war. Das Förderband, das zuvor an dieser Stelle zu sehen war, wurde auf den bergbaugeologischen Lehrpfad zwischen den beiden Museen umgesetzt. Mit dem neuen Standort in der Nähe des Steinberger Sees habe man so einen engeren historischen Bezug, denn vom Tagebau Südfelder habe die Förderbandtechnik den Siegeszug um die ganze Welt angetreten.

Am Samstag, 29. Oktober, beginnt für die Vereine und die Bevölkerung um 17 Uhr ein Gottesdienst, den der Singkreis des Knappenvereins in der Pfarrkirche St. Martin mitgestalten wird. Treffpunkt der Vereine mit den Fahnenabordnungen ist um 16.45 Uhr am Hotel-Gasthof Fenzl zum Kirchenzug. Nach dem Gottesdienst wird zum Museum marschiert und die Büste gesegnet. Anschließend beginnt ein Festakt im Pfarrheim, der musikalisch von der Bergmannskapelle umrahmt wird. Die Festrede "110 Jahre BBI" wird Wackersdorfs ehemaliger Bürgermeister Alfred Jäger halten. Der Eintritt ist natürlich für alle frei.
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