Ein Lächeln für das Angebot von Antiquitätenhändler Ludwig Hofmaier bei "Bares für Rares"
Fehlpressung der Beatles auf dem Tisch

Ludwig Hofmaier (Foto: ZDF/Guido Engels)
Vermischtes
Steinberg am See
15.02.2016
16223
0

Früher waren seine beiden Hände, auf denen er bis nach Rom spazierte, das Markenzeichen von Ludwig Hofmaier. Seit ein paar Jahren sind es bunte Hemden, Hosenträger und der Griff zu einem Bündel Bargeld. So ist der ehemalige Discotheken- und Nachtclubbetreiber, der in Steinberg am See das "Apollo" besaß, wegen der TV-Sendung "Bares für Rares" bundesweit zum Begriff geworden.

Der "Handstand-Lucki", wie sie ihn einst nannten, ist zwischenzeitlich Antiquitätenhändler und rückt immer dann in den Mittelpunkt, wenn Horst Lichters Sendung "Bares für Rares" im Nachmittagsprogramm des ZDF läuft. Mit unverkennbar oberpfälzischem Zungenschlag, moderat in der Verhandlungstaktik und dann doch um jeden Geldschein feilschend. Das hat den nur 1,55 Meter großen "Lucki", der heuer 75 Jahre alt wird und aus Saal an der Donau stammt, unterdessen zu einem TV-Begriff gemacht.

Ludwig Hofmaier bekommt Vinyl-Schallplatte angeboten


In der jüngsten Sendung aber war auch der frühere "Apollo"-Wirt, der Anfang der 1970er Jahre Stars wie Marianne Rosenberg und Middle of the Road nach Steinberg holte, wirklich sprachlos. Denn plötzlich kam da ein Rheinländer ins Studio, der eine kleine schwarze Vinyl-Schallplatte auf den Tisch legte und sie dem Ludwig Hofmaier und dessen drei Händlerkollegen anbot. "Und warum soll das etwas Besonderes sein?", wollte Hofmaier wissen. Was er zu diesem Zeitpunkt in den Händen hielt, war absolut rar und selten.

Eine Beatles-Platte, die es nachweislich nur einmal weltweit gibt. "Come together" sollte drauf sein, der Song "Here comes the Sun" wurde gepresst. Beim Hersteller hatte man das Versehen sofort bemerkt und die erzeugten Platten geschreddert. Eine einzige blieb übrig. Die nahm der damals bei dem Plattenkonzern arbeitende Mann mit und präsentierte sie jetzt. Von einem Experten war zuvor schon ein Liebhaberwert von etwa 30.000 Euro geschätzt worden. Das aber wussten die Antiquitätenhändler nicht.

Ludwig Hofmaier bietet 300 Euro


"Ich zahl' 300 Euro", eröffnete Ludwig Hofmaier den Gebotsreigen. Dieser Betrag entlockte dem Besitzer nur ein müdes Lächeln. Er offenbarte den eigentlich zu erzielenden Preis und hörte vom schlagfertigen Oberpfälzer: "30.000 Euro hab' ich leider nicht dabei." Also wurde die Vinyl-Scheibe wieder mitgenommen. Sie kommt nun auf eine Auktion. Hofmaier bedauerte: "Ich hätt's selber aufgehoben."

Mehr über den "Handstand-Lucky"
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.