Fünf Millionen Euro teuerer Bau am Steinberger See
Kugelrunder Erlebnispark

So soll der 38 Meter hohe Erlebnispark einmal aussehen. Die Ringe um die Kugel dienen als Aussichtsplattformen. Bild: hfz
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Steinberg am See
13.06.2016
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Am Steinberger See soll ein rund fünf Millionen teuerer Erlebnispark entstehen. Ab dem Frühjahr 2018 soll er im Schnitt täglich mehrere Hundert Besucher anlocken. Schon jetzt steht fest: Es wird eine runde Sache.

Denn bei dem Bau handelt es sich um einen kugelförmigen Aussichtsturm mit einem Durchmesser von etwa 40 und einer Höhe von 38 Metern, der am Montagnachmittag bei einer Pressekonferenz vorgestellt wurde. Das entspricht einem Hochhaus mit 12 bis 13 Stöcken. In und an der Holzkonstruktion (hauptsächlich Lärchenholz) sind 40 Stationen vorgesehen, die Elemente von Hochseilanlagen und Trimm-Dich-Pfaden in verschiedenen Schwierigkeitsstufen und Höhen verknüpfen. Auf drei Ebenen ist eine Aussichtsplattform geplant. Es sollen auch etwa 200 Parkplätze entstehen. Alles in der Nähe des Gasthauses Haller.

Die Idee klingt ungewöhnlich, und ist es laut den Geschäftsführern der "inMotion Park GmbH" auch, die das Konzept entwickelt haben. Tom Zeller und Kim Kappenberger versichern, das dieser Freizeitpark einzigartig ist. 2017 soll mit dem Bau begonnen werden. Touristen sollen ab dem Frühjahr 2018 die Möglichkeit haben, den Aussichtsturm zu erkunden. Das Projekt ist fünf Millionen Euro schwer. Finanziert wird es laut den Geschäftsführern mit Hilfe von privaten Investoren, Krediten und einem 20-prozentigen Zuschuss.

Komplett barrierefrei


Da das Konstrukt komplett barrierefrei ist, richtet sich das Angebot laut den Verantwortlichen nicht nur an Sportbegeisterte, sondern ebenso an Schüler, Rentner und Menschen mit Handicap. Es könnte auch als Rehaeinrichtung für Schulen dienen. Unter anderem soll eine etwa 700 Meter langer Aufgang entstehen, den auch Rollstuhlfahrer nutzen können. "Wir wollen Menschen bewegen, dass sie sich bewegen", erklärte Zeller. Alles 40 Stationen sollen ohne Sicherung oder Gurte machbar sein.

Die Vertreter der Kommunen und des Oberpfälzer Seenlandes zeigten sich angetan vom Erlebnispark. Unisono sprachen sie von einem Leuchtturmprojekt. Thomas Ebeling, Landrat und Vorsitzender des Zweckverbandes Oberpfälzer Seenlandes sagte: "Es könnte das touristische Tor zum Seenland und auch zur Oberpfalz werden." Das Projekt werde die touristische Entwicklung in den Kommunen des Oberpfälzer Seenlandes deutlich voranbringen, erklärte Ebeling.

"Wirtschaftliches Plus"


In diesselbe Kerbe schlug Steinbergs Bürgermeister Harald Bemmerl, der erklärte: "Alle Gemeinderäte waren sehr angetan von der Präsentation der Freizeitkugel. Ich glaube schon, dass für uns alle ein wirtschaftliches Plus damit verbunden ist."

Der Standort am Steinberger See ist nicht zufällig gewählt. Die inMotion-Geschäftsführer suchten aktiv einen geeigneten Platz für ihr Projekt. Vor allem die Kulisse, andere Freizeitangebote sowie die Infrastruktur hätten den Ausschlag gegeben. Das Angebot zielt laut den Verantwortlichen vor allem auf Menschen im Umkreis von zwei Autostunden beziehungsweise 200 Kilometern.

Am Aussichtsturm könnten die Besucher rund zwei bis vier Stunden verbringen. Es soll ein Netzwerk mit Gastronomie- und anderen Freizeit-Betreibern sowie Tourismusorganisationen entstehen. Ein Einzelticket soll künftig 10 Euro und ein Familienticket 28 Euro kosten. In der Nähe des Erlebnisparkes soll es einen Imbiss geben.

Es könnte das touristische Tor zum Seenland und auch zur Oberpfalz werden.Thomas Ebeling, Landrat und Vorsitzender des Zweckverbandes Oberpfälzer Seenland
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