Sea-Eye-Gründer hält Vortrag in der Segelschule
Menschenretter

Der Regensburger Mihael Buschheuer spricht in der Segelschule Steinberg unter anderem über seine Motive, schiffbrüchige Flüchtlinge vor dem Ertrinken zu retten. Bild: hfz/Sea Eye
Vermischtes
Steinberg am See
29.08.2016
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Der Regensburger Michael Buschheuer, Gründer der Seenotrettung Sea-Eye e.V. spricht am Freitag, 2. September, ab 19 Uhr in der Segelschule Steinberg (Gradl), in der Oder 2, über die humanitäre Katastrophe im Mittelmeer. Er berichtet, wie seine Organisation versucht, dem Massensterben Einhalt zu gebieten. Er nennt seine Motive, einen ausgedienten Fischkutter zu kaufen, um mit Freiwilligen, darunter der pensionierte Schwandorfer Polizeibeamte Günther Pirnke, Menschen zu helfen, denen keine Regierung hilft. Menschen, die von skrupellosen Schleusern und Hintermänner, für die der Profit alles, ein Menschenleben aber nichts zählt, in heillos überfüllten Schlauchbooten aufs offene Meer geschickt werden.

Im Herbst 2015 gründete der Regensburger Unternehmer mit Freunden den Verein "Sea-Eye", mit dem Ziel, schiffbrüchige Flüchtlinge im Mittelmeer vor dem Ertrinken zu retten. Im Frühjahr fuhr die Sea-Eye zum ersten Mal vor der libyschen Küste Patrouille. In den ersten vier Monaten ihrer Einsätze rettete die Sea-Eye, deren Besatzung alle zwei Wochen wechselt, fast 4000 Menschen vor dem Tod. Je nach Wetterlage werden die ehrenamtlichen Helfer bis November ihre Einsätze fahren. Die Flüchtlinge werden nur dann nicht auf ihre chancenlose Ozeanfahrt geschickt, wenn sie witterungsbedingt nicht von der libyschen Küste wegkommen, sondern die Schlauchboote wieder an Land getrieben werden.
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