Steinberger Soldaten- und Reservistenkameradschaft übernimmt ehrenvolle Aufgabe
Patenschaft festgeklopft

Vermischtes
Steinberg am See
21.04.2016
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Zum Patenbitten kam die Schwandorfer Krieger- und Soldatenkameradschaft nach Steinberg: Die dortige Soldaten- und Reservistenkameradschaft entsprach dieser Bitte für das "150-Jährige", das die Kreisstädter im September feiern. Ehrenschirmherr wird Landrat Thomas Ebeling und Schirmherr Oberbürgermeister Andreas Feller sein.

Am Parkplatz vor dem Museum erwarteten die Steinberger die Schwandorfer, die mit Vereinsfahne , musikalischer Unterstützung und einem Fässchen Bier ankamen. Nach der von KSK-Vorsitzenden Elisabeth Dietsch vorgetragenen Bitte um Übernahme der Patenschaft sagte SRK-Vorsitzender Bernd Mitschke zu unter der Bedingung, dass die Schwandorfer Vorsitzende und Festleiter Thomas Kainz 15 Nägel - "für jedes Jahrzehnt einen" - in einen Balken schlagen mussten. Beide Vorsitzende betonten die enge Verbundenheit, denn 1996 waren die Schwandorfer bereits Pate beim Steinberger "75-Jährigen".

Vermächtnis pflegen


Josef Hartinger, Bezirksvorsitzender der Bayerischen Kameraden- und Soldatenvereinigung, verwies auf über 1000 Mitglieder im Schwandorfer Kreisverband und freute sich über diese Pflege der Kameradschaft zwischen dem ältesten Verein des Kreises und dem in Steinberg.

Altbürgermeister und stellvertretender Landrat Jakob Scharf verwies auf die Probleme der Soldaten- und Reservistenkameradschaften aufgrund der Altersstruktur und der Abschaffung der Wehrpflicht, "aber viele Aktivitäten und Ideen halten sie am Leben". Gerade in der jetzigen Zeit, so Scharf, sei die Stimme dieser Vereine als Mahner für Frieden und Freiheit wieder wichtig. Besonders dem "wieder aufkeimenden rechtsextremem und nationalistischem Gedankengut" müsse entschieden entgegengetreten werden. "Dieses Vermächtnis unserer gefallenen und vermissten Soldaten müssen wir erfüllen", sagte er und rief dazu auf, den aus Kriegs- und Krisengebieten geflüchteten Menschen zu helfen.

Blick in die Geschichte


Steinbergs Bürgermeister Harald Bemmerl begrüßte die Patenschaft und sagte, er freue sich auf ein "schönes Fest in Schwandorf". Bemmerl blendete in die Gründerzeit vor 150 Jahren zurück, erinnerte an den Deutschen Krieg 1866, als sich Preußen und Österreich gegenüber standen. Preußen errang den Sieg in der Schlacht von Königgrätz.
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