Vortragsreihe "Ich berichte von"
Emotionale Rundreise

Vermischtes
Steinberg am See
18.03.2016
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Betty Summer hielt einen Vortrag zum Thema "Soldatenfriedhofs-Rundreise in Osteuropa". Der Vorsitzende des Heimatkundlichen Arbeitskreises Jakob Scharf begrüßte viele Interessierte im Heimatmuseum, der derzeit die Sterbebilder aller gefallenen Steinberger des Zweiten Weltkrieges zusammenstellt. Die Sterbebilder der Gefallenen des Ersten Weltkrieges habe man bereits komplett. Außerdem verwies der Vorsitzende auf den Museumsstammtisch, der jeden Mittwoch im "Reisach Stüberl" über die Bühne geht.

Summer erzählte von der zweiwöchigen Busreise nach Polen, Weißrussland, Russland und Ukraine, wo man zehn Soldatenfriedhöfe besuchte. Früher gab es in Osteuropa nur sehr begrenzte Arbeitsmöglichkeiten für den Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge. Durch viele Kriegsgräberabkommen sei nun die Erfassung und Sicherung der Ruhestätten, die Umbettung von Kriegstoten sowie die Pflege der Kriegsgräberstätten gewährleistet.

Emotionaler Höhepunkt sei der Besuch des Soldatenfriedhofes Kirowograd bei Kiew gewesen, wo sie am Grabe ihres am 8.März 1944 mit 19 Jahren gefallenen Bruders Georg Mühl stand. Auch der Name von Georg Meier aus Reuting, dessen Schwester Maria Huf in Steinberg lebt, ist auf einer der 28 Gedenkstelen für 6591 Soldaten festgehalten. Sollte sein Körper noch gefunden werden, werden seine sterblichen Überreste auch hier bestattet. Erst später erfuhr die Referentin vom Schicksal eines weiteren Steinbergers, denn Ludwig Urban ist mit 28 Jahren am 23. Oktober 1943 in Smolensk gefallen und wohl auch hier mit rund 4600 deutschen Soldaten begraben. Abschließend gab Jakob Scharf bekannt, dass der dritte Vortrag in dieser Reihe "Ich berichte von" am 15. April über "Süditalien" verschoben wird.
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