Energie-Genossen flirten

Lokales
Störnstein
02.07.2015
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Vielleicht kommt es zur Fusion der Bürger-Energiegenossenschaften "Beon" und "Zeno". "Zeno"-Vorsitzender Boris Damzog räumte ein, dass es Gespräche gebe. Letztlich müssten aber die Mitglieder entscheiden.

Zeno-Geschäftsführer Reinhard Gayer berichtete in der Generalversammlung von einer erfreulichen Mitgliederentwicklung auf aktuell 220 Personen und Kommunen. Erfreulich seien der Bau eines Solarparks in Thumsenreuth bei Krummennaab und eine mögliche Erweiterung des Solarparks Tännesberg. Vielleicht komme noch ein Park an der A 6 bei Leuchtenberg dazu. Mit dem Beitritt der Gemeinde Krummennaab werde die Gesellschaft weiter wachsen.

Die erfolgreiche Aufbautätigkeit in den vergangenen drei Geschäftsjahren würdigte die Generalversammlung mit einer Bestätigung von Vorstand und Aufsichtsrat. "Die Energiegenossenschaften sind ein wichtiger Motor der Energiewende" hielt Damzog in der Störnsteiner Mehrzweckhalle vor 69 Mitgliedern fest. "Die Zeno eG ist gefestigt, weiter gewachsen und hat bravourös einen energiepolitisch nicht leichten Weg gemeistert", bilanzierte Aufsichtsratsvorsitzender Günter Stich.

Damzog sprach zu den geplanten Änderungen im Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB). "Gott sei Dank hat bei der BaFin (Bundesaufsicht im Finanzwesen) die Einsicht gesiegt, dass Energiegenossenschaften der Bürger keine Investmentvermögen verwalten, sondern einen Förderzweck nach dem Genossenschaftsgesetz und dadurch regelmäßigen Prüfungen unterliegen." Die Zeno-Mitglieder halten 1662 Anteile, was einem Geschäftsguthaben von 831 000 Euro entsprechicht.

1,5 Prozent Dividende

Finanzvorstand Ludwig Gürtler stellte den Jahresabschluss 2014 mit einer Bilanzsumme von 1 03935,02 Euro vor. Der Jahresüberschuss beträgt 15 869,51 Euro. Nach Zuführungen in die gesetzliche und in die satzungsmäßige Rücklage von je 1 586,95 Euro bleibt ein verwendbarer Bilanzgewinn von 12 695,61 Euro. Dies führe zu einer Dividende für die Mitglieder von 1,5 Prozent.

Aufschlussreich war die Auswertung einer Mitgliederbefragung. Über 50 Prozent der Fragebögen wurden zurückgesandt. "Der Umweltgedanke, der lokale Bezug und eine gesicherte Anlage wurden dabei deutlich herausgestellt", sagte Damzog.
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