Feuerwehr-Kommandant Manfred Wilde quittiert den Dienst - Neuwahl voraussichtlich am 5. Januar
"Meine Gesundheit geht vor"

Lokales
Störnstein
03.12.2014
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Bei der Feuerwehr war es kein Geheimnis, dass es um die Gesundheit von Manfred Wilde nicht zum Besten steht. Nun legt der Kommandant sein Ehrenamt zum Jahresende nieder. Bei der jüngsten gemeinsamen Übung informierte er seine Kameraden offiziell von diesem Schritt. Irgendwie kam die Meldung trotzdem für alle überraschend.

"Meine Gesundheit geht vor", sagt Wilde, der 1977 zu den Floriansjüngern kam. Mit Können und Ehrgeiz meisterte er alle Leistungsprüfungen, ließ sich als Atemschutzträger ausbilden und zeichnete auch für diese Geräte verantwortlich. Es folgte 1987 die Löschmeisterprüfung, und er wurde Ausbilder für Leistungsprüfungen. Zum stellvertretenden Kommandanten wählten ihn die Wehrmänner im Jahr 1992. Die Feuerwehr Störnstein war unter der Regie von Kommandant Hans Meiler und Wilde die erste Wehr im Landkreis für Truppführer- und Truppmannausbildung.

Nach späteren Querelen zwischen der Feuerwehrführung - Kommandant war Hubert Meiler - und der Gemeinde, die bundesweit Schlagzeilen machten, stellte sich Wilde zur Wahl für den Chefposten. Das Ergebnis war eindeutig, Stellvertreter wurde Bernhard Kneidl. In seiner Verantwortung wurde vor zwei Jahren ein neues Mehrzweckfahrzeug angeschafft.

Auch zwei neue Druckluftschaumgeräte ergänzen die Gerätschaften. Gönner finanzierten noch eine Motorsäge und Hohl-Strahlrohr. Auf "seine Feuerwehr" ist Wilde stolz. Er hatte immer ein offenes Ohr auch für den Nachwuchs. "Die Entscheidung ist mit nicht leicht gefallen", aber die Gesundheit hat Vorrang", beteuert Wilde. Er ist nicht mehr "feuerwehrtauglich", wie es so schön im Amtsdeutsch heißt, bleibt seiner Wehr aber als passives Mitglied erhalten. Gerne steht er mit Rat und Tat zur Seite. Mittlerweile hat Kommandant Wilde auch seinen Dienstherren, Bürgermeister Markus Ludwig, und die Gemeinderäte unterrichtet.

Die Wahl des Kommandanten wird voraussichtlich bei Jahreshauptversammlung am Montag, 5. Januar, stattfinden. Stimmberechtigt sind alle aktiven Feuerwehrdienstleistenden ab 18 Jahre bis zum vollendeten 63. Lebensjahr.
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