Kirche als Ort der Heimat

Der vor kurzem neugegründete Kirchenchor unter Leitung von Petra Lindner (links) musizierte beim Kirchenjubiläum.
Lokales
Störnstein
27.05.2015
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Das Motto für das 80. Weihejubiläum der St.-Salvator-Kirche lieferte eine weltliche Fernsehsendung: "Da bin i dahoam". Regionaldekan Manfred Strigl plädierte für offene Türen in den Gotteshäusern.

Der Kirchenzug mit Fahnen und Standarten aller Vereine und des Gemeinderats wurde am Kirchplatz von Regionaldekan Manfred Strigl, Stadtpfarrer Josef Häring, Kaplan Marek und Diakon Richard Sellmeyer empfangen.

Zuvorkommende Menschen

Häring verlas den Text der Urkunde zur Weihe der Kirche aus dem Jahre 1935. In seiner Festpredigt ging Regionaldekan Strigl auf das Thema Heimat ein. Er rückte die Fernsehsendung "Da bin i dahoam" in den Mittelpunkt. Der Spruch gelte auch für viele Störnsteiner. Männer und Frauen seien hier getauft worden, erlebten in der St.-Salvator-Kirche ihre Erstkommunion, die erste Beichte oder nahmen von einem geliebten Menschen Abschied. Kurz: Sie sind "hier daoam". Der Regionaldekan bekannte, schon öfters an Störnstein vorbeigefahren zu sein. Ein paar Tage vor dem Fest wollte er die Kirche von innen sehen. Er sei zuvorkommenden Menschen begegnet und habe gespürt: "Da bin i dahom."

"Offen und suchend"

Deshalb sprach sich der Regionaldekan für offene Türen aus. "Wer sich der Kirche nähert, muss dort offene Kirchen vorfinden und keine Kontrolleure des Glaubens", zitierte Strigl Papst Franziskus.

Katholisch meine, ohne konfessionelles Denken, eine Zusammengehörigkeit in Christus. "Kirche die katholisch ist, muss eins in Christus sein, stark im gemeinsamen Glauben, erwartend, offen, verkündigend, nachgehend und suchend." Alle müssten darin Platz haben. Die Guten und die Bösen, die Fröhlichen und die Trauernden. Die ganz Frommen und die Zweifler und Kritischen, die Erfolgreichen und die Gescheiterten. 1935 wurde die Kirche geweiht. "Was war das für eine Zeit? Was herrschte für ein Un-Geist, was für ein Zeitgeist?" Dann gab es den Mut, das Rückgrat und die Weitsicht, auf den Geist Salvators, des Retters, zu bauen. Der Kirchenchor unter Leitung von Petra Lindner sang und Karlheinz Schreiner begleitete an der Orgel. Nach dem Gottesdienst traf man sich zum Weißwurst-Frühschoppen im Pfarrgarten.
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