Landwirte beklagen sich bei Uli Grötsch über Regeln beim Ausbringen von Dünger
Milchbauern sauer

Lokales
Störnstein
25.11.2014
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"Hände weg von einem Milchpreis unter 30 Cent pro Liter. Hände weg von einer Novellierung der Düngemittelverordnung und einer Verordnung über den Umgang mit wassergefährdeten Stoffen. Für eine Agrar- und Umweltpolitik mit Sachverstand und Augenmaß." Schnell waren die Milchbauern des BDM bei ihrem Gespräch mit SPD-Bundestagsabgeordnetem Uli Grötsch bei der Sache.

Auf dem Hof von Hubert Meiler waren BDM-Kreisvorsitzender Werner Reinl aus Ellenbach und die beiden Vorstandsmitgliedern Martin Deubzer und Helmut Ott mit von der Partie. " Wir brauchen euch", versicherte Grötsch, dass er die Anliegen in Berlin verfechten werde.

Für die Vollerwerbslandwirte ist klar, dass ein Milchpreis unter 30 Cent nur eine Anhebung des Interventionspreisniveaus um mindestens 40 Prozent verhindere. Und das sei nicht finanzierbar. Der BDM fordere deshalb weitere Kriseninstrumente. Eine Schmidtchen-Schleicher-Politik sei der falsche Weg.

Die Milchbauern warfen zugleich der SPD vor, in der Agrarpolitik kein eigenes Profil zu haben. Die Bauern forderten, bei der Düngeverordnung von starren Ausbringungsmengen und schärferen Sperrfristen abzurücken. Eine Verlängerung der Sperrfrist würde zwingend mehr Lagerkapazität nach sich ziehen. Das sei kaum zu erfüllen.

Grötsch hält eine schriftliche Eingabe an Minister Christian Schmidt unter Darlegung der Sorgen der Landwirtschaft für sinnvoll. Zudem will er einen Besuch eines Mitglieds des Agrarausschusses der SPD-Fraktion vermitteln. Nicht hinter dem Berg hielt der SPD-Abgeordnete, dass es oft schwierig sei, Kanzleramt, Fachministerium und Europäischen Rat unter einen Hut zu bringen.
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