Serenade lockt 500 Zuhörer

Die "Oberkrainer-Besetzung" bestand aus (von links) Tanja Schemmel (Trompete), Peter Valecká (Klarinette), Gerhard Träger (Akkordeon), Wolfgang Schuller (Gitarre), Bernhard Träger (Bariton), Andreas Träger (Bass-Gitarre), Sonja Träger, Karl Beßenreuther und Elke Hackbarth (alle Gesang). Bild: arw
Lokales
Störnstein
05.06.2015
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Die Serenade der Störnsteiner Blasmusik brach viele Rekorde. Das Wetter war hervorragend. Wer nicht zur rechten Zeit kam, der musste stehen. Selbst die Speisen und Getränke waren schnell vergriffen.

Was sich da am Donnerstag am Gemeindezentrum abspielte, suchte seinesgleichen. Bereits um 16 Uhr wurden die ersten Besucher gesichtet. Sitzplätze wurden schnell rar. Helfer holten Tische und Stühle aus dem Gemeindezentrum. Nach Angaben des Veranstalters waren es gut 500 Musikliebhaber, die böhmische Musik hören wollten. Gleich zu Beginn, als der "Panorama Marsch" gespielt wurde, konnten die Zuhörer vernehmen, mit welchem Engagement die Musiker auftreten.

Martin Kraus führte gekonnt durchs Programm. Er kündigte auch den Walzer von Karel Vácek, die "Musikantenliebe" und die Polka "Dann und wann", gesungen von Elke Hackbarth und Gerhard Träger, an. Beide sangen auch die Polka "Denk doch an mich". Ein Freund der Familie Träger ist der Komponist Josef Thums. Seine Musik-Leidenschaft hat Thums genutzt, um Brücken zwischen Bayern und Böhmen zu bauen. Zum ersten Mal wurde die "Franziskus-Polka" aufgeführt, eine Bass-Polka mit einen Solo-Part von Andreas Träger an der Tuba.

Polkas en masse

Kapellmeister Träger hatte auch in den Musikstücken der Blaskapelle "Vindemia" gestöbert, deren Heimat ein niederösterreichisches Weinviertel ist. Sie haben sich aber auch der böhmisch-mährischen Blasmusik verschrieben. Die Störnsteiner spielten die "Gassen-Polka" und anschließend das temporeiche Stück "Am Wildbach", das zum plätschernden Floßbach passte, der am Gemeindezentrum vorbeifließt. Zum Abschluss des ersten Teils spielten die Musiker nochmals einen Konzertmarsch von Rudi Fischer: "Die Sonne geht auf".

Bilder von Werner Arnold


Für den nächsten Konzertteil hatte Träger eine Instrumentalbesetzung nach dem Vorbild der Original-Oberkrainer zusammengestellt. Auftakt war der Erfolgstitel von Slavko Avsenik, das "Trompeten-Echo". Es folgte das Stück "Ich wart auf dich" und die Melodie des "Hirtenlieds". Peter Valecká zeigte nicht nur die gute Qualität seiner Klarinette, sondern auch sein Können und die Fingerfertigkeit. Mit dem Stück "Auf der Autobahn" endete diese besondere "Einlage" der Serenade und sie sandten anschließend einen "Gruß an Böhmen" von Franz Bummerl.

Die Klarinettenen-Spieler Karl Beßenreuther sowie Libor und Peter Valecká brachten die Polka "Der Buntspecht" zu Gehör und die Tenor- und Flügelhörner spielten die Polka "Im Wäldchen". Vom tschechischen Komponisten Pavel Svobodá folgte "An einem schönen Ort" und von Josef Indrá "Eine mährische Perle".

"Es war ein Genuss"

Nachdem Martin Kraus die Musiker vorgestellt hatte, verabschiedeten sich die Musiker vom begeisterten Publikum mit der Polka "Es ist schön". Doch damit begaben sich die Zuhörer nicht zufrieden und als Zugabe gab es die "Fuchsgraben-Polka" und Elke Hackbart und Karl Beßenreuther sangen zum "Egerländer Musikantenmarsch". Eine ältere Frau aus dem Stiftland sagte: "Bei der Musik geht das Herz auf und ich habe bis jetzt alle Konzerte der Störnsteiner Blasmusik besucht." Dem pflichtete auch ein Herr aus Weiden bei: "Es war wieder ein Genuss."
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