Verkehr bekommt keine Bremse

Lokales
Störnstein
16.10.2014
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Kopfschütteln bei den Gemeinderäten. Der Verkehrssachbearbeiter der Polizeiinspektion Neustadt lehnt es ab, dass der Verkehr am Reiserberg abgebremst wird.

Quer durch die vier Fraktionen stößt die Entscheidung der Beamten auf Unverständnis. Sie lehnen eine Zone 30 ebenso ab wie eine Gewichtsbeschränkung auf 3,5 Tonnen. Der Sachbearbeiter ist der Meinung, dass diese Maßnahmen ohne Effekt wären. Am Reiserberg gelte sowieso rechts vor links, heißt es in dem Schreiben.

Josef Wittmann wollte seine Meinung gegen die ehemaligen Kollegen bei den Ordnungshütern nicht äußern. "Wir müssen nachdenken, was wir sonst tun können", sagte der ehemalige Polizeidirektor. "Vielleicht gibt es andere Wege."

Bernhard Weiß sprach sich dafür aus, abzuwarten, was die Stadt Neustadt macht. Nach Aussage von Johann Simon hielten sich die wenigsten Fahrzeuge an die Regelung. Otto Müller sagte, dass es nicht ersichtlich sei, dass dort Straßen einmünden.

Selbst Bürgermeister Markus Ludwig ist mit der Stellungnahme nicht zufrieden. Er will nochmals mit der Polizei Kontakt aufnehmen und abwarten, was die Stadt entscheide. Karlheinz Schreiner hätte gerne weiße Balken bei den Einmündungen auf der Straße, so wie es in anderen Orten schon geschehen sei. Dem pflichtete Hubert Meiler bei.

Reparatur genehmigt

Für 3077 Euro führt die Firma Höning aus Vohenstrauß die Reparaturarbeiten am Auto der Feuerwehr Lanz durch. Zustimmung gab es auch für die Gebietsänderung mit Neustadt an der B 15 und der Einmündung ins Baugebiet "Sonnenleite".

Die Freien Wähler hatten beantragt, am Gemeindezentrum die Bordsteinkanten abzusenken. Ältere Menschen und Eltern mit Kinderwagen soll so die Überquerung der Staatsstraße erleichtert werden. "Die Idee ist nicht schlecht", war die Meinung aus allen Fraktionen. Doch vor der Realisierung muss neben der Polizei auch das Straßenbauamtes gehört werden.

Abwasser wird teurer

Ab nächstem Jahr wird sich der Abwasserpreis verteuern. In den vergangenen drei Jahren sei ein Minus von 11 521 Euro entstanden. Neben Reparaturen von Pumpen und dem Stromverbrauch schlägt auch die Baumaßnahme am Weidenweg zu Buche. Auch in der "Steinleite I" müsse am Kanal etwas getan werden, so der Bürgermeister.

Derzeit kostet der Kubikmeter Abwasser 1,94 Euro. Im neuen Jahr werden es 2,26 Euro sein. "Wir können nicht anders", erläuterte Bürgermeister Ludwig. "Wir müssen kostendeckend arbeiten."

Unverändert bleiben die Gebühren für die Nutzung des Gemeindezentrums. Ein Ärgernis ist die Sauberkeit bei den Containerplätzen. Nächstes Problem, das im Gemeinderat zur Sprache kam, ist Hundekot am Kindergarten. Die Tierhalter werden gebeten, darauf hinzuwirken, dass die Vierbeiner ihr Geschäft nicht am Kindergarten erledigen. Von Hundekotbeutel hielt das Gremium nicht viel. Man müsse die Leute direkt ansprechen, lautete der Tenor im Gremium.

Im Fichtenweg 9 darf ein Nebengebäude errichtet werden. Wenig Aussichten werden dem Ansinnen von Schreiners eingeräumt. Er will eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Höhe der Irlmühle. Hintergrund sei die Lärmbelästigung für das neue Baugebiet "Steinleite IV". Dort habe sich aber am Geräuschpegel nichts geändert, konterte Konrad Schell.

Internet beschleunigen

Bürgermeister Ludwig berichtete außerdem über den Breitbandausbau, für den man derzeit die Marktsituation erkunde. Das Projekt will die Kommune gemeinsam mit Püchersreuth angehen. Es ist jedoch auch möglich, noch eine andere Gemeinde mit ins Boot zu nehmen. Es gibt 80 Prozent Zuschuss, der Höchstbetrag liegt bei 650 000 Euro, erfuhr das Gremium. "Durch die Zusammenarbeit können es 50 000 Euro mehr werden", ergänzte der Rathauschef.
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