Bürgermeister Markus Ludwig über technische Veränderungen
Rathaus ohne Internet

Auf dem Tisch liegt das Smartphone: Bürgermeister Markus Ludwig geht damit ins Internet. Besonders für die Bürgeranfragen wünscht er sich aber einen Festnetzanschluss. Bild: Konrad
Politik
Störnstein
23.09.2016
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Es ist in der heutigen, modernen und digitalisierten Zeit ein kaum mehr vorstellbares Szenario: In Störnstein hat man nicht überall Zugang zur grenzenlosen Welt des World Wide Web. Besonders Vereine und Gemeinde fühlen sich ausgeschlossen.

"Kegler, Feuerwehr und Rathaus bräuchten mal einen Internetanschluss", war die Position von Markus Ludwig bei der letzten Gemeinderatssitzung. "Mensch, könnten wir nicht von dem Bayern-Wlan-Programm profitieren", hatte er sich gedacht. Doch die Lösung stellte sich als wenig praktikabel und teuer heraus.

Surfen mit dem Handy


Dabei wäre eine Verbindung ins weltweite Netz praktisch, vor allem für die Feuerwehr: "Die Nachbereitung läuft komplett digital", erläutert der Bürgermeister. Jeder Einsatz wird in einer zentralen Datenbank angelegt. Darauf greift die Feuerwehr online zu und trägt die Zahl der Einsatzkräfte, Ort und Dauer ein. Im Moment geht das im Feuerwehrhaus nicht. Der Kommandant schreibt von daheim. Nicht nur für die Einsatzberichte wäre ein Anschluss im Feuerwehrhaus praktisch. Die staatliche Feuerwehrschule in Würzburg hat ihr Lehrmaterial online. "Wenn der Schulungsleiter jetzt seinen Laptop hätte, könnte er den kurz anstöpseln", erklärt der Bürgermeister. Auch die Vereine würden profitieren: Der Kegelclub etwa muss seine Ergebnisse über das Netz weiterschicken.

Seit Mai 2014 ist Ludwig im Amt. Mit der Internet-Frage hat er sich mehr beschäftigt, als er noch nicht im Rathaus arbeitete. Zweimal in der Woche kommt er in das Störnsteiner Multifunktionsgebäude. 95 Prozent der Geschäfte laufen aber über die Verwaltungsgemeinschaft in Neustadt/WN. Ludwig surft im Rathaus über sein Smartphone. "Die Lösung über's Handy hat sich als recht praktikabel erwiesen." Grund dafür ist auch der LTE-Funkmast in der Nähe, der für eine gute Übertragung sorgt. Auf Dauer ist das aber keine Lösung, findet er.

Das einzige kommunale Gebäude mit einem Kabelanschluss ist der Kindergarten. Das soll sich ändern. Das Rathaus soll vernetzt werden: "Wir sind jetzt an der technischen Prüfung, ob wir unsere 25 Jahre alten Telefonkabel verwenden können."
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