FReidhof, Trinkwasser, Kinderbetreuung
Gemeinderat eröht mehrere Gebühren

Die jährlichen Grabgebühren steigen demnächst um zwei Euro. Das beschloss der Gemeinderat ohne große Diskussion. Bild: arw
Politik
Störnstein
13.05.2016
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Wenn auch nur ein wenig, aber alles in der Gemeinde kostet bald mehr. So steigen die Friedhofs- und Kindergartengebühren. Beim Trinkwasser sind es pro Kubikmeter indes 25 Cent.

Seit 15 Jahren sind die Grabgebühren unverändert. "Wir werden auch keine Kostendeckung erreichen", sagte Bürgermeister Markus Ludwig. Ab 1. Juni wird die jährliche Gebühr um 2 auf 14 Euro für ein Einzelgrab, auf 20 Euro für das Doppelgrab und auf 14 Euro für die Urnenwand erhöht.

Ein heikles Thema war die Anpassung der Kindergartengebühren. Um kostendeckend zu arbeiten, müsste man in der Kinderkrippe 330 und im Kindergarten 108 Euro verlangen, erklärte Kneidl. Dass dies nicht möglich ist, war allen Gemeinderäten klar. Ludwig plädierte für eine moderate Erhöhung ab 1. September. So kam es auch.

Die Betreuungssätze steigen um drei Euro. 4 bis 5 Stunden kosten nun 61 Euro, 6 bis 7 Stunden 78 Euro. In der Krippe klettern die Gebühren um zehn Euro. So sind es für 4 bis 5 Stunden 97 Euro und für 5 bis 6 Stunden 108 Euro. Johann Simon stimmte dagegen.

In den letzten beiden Jahren machte die Gemeinde bei den Wassergebühren 23 000 Euro Minus. Schuld daran sind vor allem Rohrbrüche. Zudem erhöhen die Stadt Neustadt (15 Cent) und die Steinwaldgruppe (5 Cent) den Kubikmeterpreis. Um der Pflicht zur Kostendeckung nachzukommen, schlägt die Verwaltung eine Erhöhung um 25 Cent pro Kubikmeter Trinkwasser auf 1,25 Euro vor. Bei Bauwasser kostet der Kubikmeter künftig zwei Euro.

Architekten-Zweikampf


Fast wäre es im Gemeinderat zu keiner Entscheidung gekommen, wer von den beiden Architekten Kastl aus Bayreuth und Greiner aus Neustadt, den Planungsauftrag für den Veranstaltungsraum am Bergweg 6 erhält. Beide bekamen gleich viele Stimmen. Erst der Hinweis des Geschäftsleiters der Verwaltungsgemeinschaft Matthias Kneidl, dass jeder Gemeinderat in den zwei Abstimmungsvorgängen jedes Mal per Handzeichen, dafür oder dagegen sein kann, brachte ein eindeutiges Ergebnis. Damit setzte sich der Neustädter Uli Greiner knapp durch. Bürgermeister Markus Ludwig betonte, dass beide Vorschlägen Vor- und Nachteile hätten. Noch gebe es viel zu besprechen.

Die überörtlichen Rechnungsprüfung für die Jahre 2011 bis 2014 fordert Änderungen bei sieben Punkten. Der Energieversorger Rewag aus Regensburg liefert 2017 bis 2019 Ökostrom für die Straßenbeleuchtung und die gemeindlichen Einrichtungen für 2,32 Cent pro Kilowatt. Daneben teilte Ludwig mit, dass zwei Trafostationen beim "Gigl" und in Richtung Sportplatz durch Kompaktstationen ersetzt werden.

Eka Reber sprach das Problem an, dass ausländische Sammler an den beiden Abgabeplätzen für Sperrmüll übernachten. Dies ist nicht zulässig. Es droht ein Platzverweis. Ludwig machte darauf aufmerksam, dass Sperrmüll in der Regel einen Tag vor der Abfuhr dort angeliefert werden kann.
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