Gemeinderat Störnstein diskutiert über Garagenhof
Nach Patt keine Chance

Neun Fertiggaragen wie hier wirken durchaus wuchtig. Nochmal 3 dazu und außerdem 13 weitere in der Nähe beantragte eine Firma aus Parkstein. Damit entstünde auf der einen Seite einen Garagenfront auf 35 Metern Länge. Der Gemeinderat Störnstein lehnte das ab. Bild: arw
Politik
Störnstein
14.10.2016
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Ein Unentschieden reicht eben selten. Das gilt auch für die Errichtung eines Garagenhofes an der Flosser Straße 29 a.

Der Bauplatz liegt am ehemaligen Bahnhofgelände und ist als Mischgebiet ausgewiesen. Hier sollen mit der Rückwand zur Staatsstraße zwischen Störnstein und Floß 12 Fertiggaragen aufgestellt werden. 13 weitere sollen die Rückseite zum Bocklradweg zieren. Die Zufahrt zu den 25 Garagen würde somit über den Innenhof erfolgen. So will es die "GVP-GbR Garagenvermietung Parkstein". Was die Gemeinderäte wollen, bleibt in der Sitzung lange unklar.

Gerhard Trottmann etwa missfällt der Anblick des Garagenhofs: "Wo bleibt hier der dörfliche Charakter?", fragt er. Ähnlich sehen es Jürgen Völkl, Josef Wittmann und zweiter Bürgermeister Eka Reber. Letzterer stellt fest: "Das ist für einen Ortseingang kein guter Blickfang." Zudem wirft Reber die Frage auf, ob in den Garagen geschraubt werde.

Vielleicht optimiere ein Satteldach die Optik, meint Hubert Meiler. Für eine Aufteilung der langen Front spricht sich Bernhard Weiß aus. Der einzige Befürworter des Garagenhofs ist Konrad Schell. Es sei schließlich generell gut, wenn gebaut werde. Allerdings soll die Wand der Garagen begrünt werden. Otto Müller erkennt, dass der geforderte Abstand zur Staatsstraße nicht eingehalten wird. Bürgermeister Markus Ludwig bittet zur Abstimmung. Die endet mit einem Patt. Der Antrag ist damit abgelehnt. Nach NT-Informationen nicht das erste Mal. Bereits eine andere Gemeinde in der Landkreismitte urteilte ähnlich.

Keine Einwände gibt es dagegen für den Bauantrag von Monika und Robert Werner. Sie bauen im Anwesen am Lanzer Weg 2 um.

Zudem informiert Bürgermeister Ludwig über die Eilentscheidung des Bezirkskrankenhaus Wöllershof. Demnach werde Haus elf umfassend saniert. So sollen moderne Patientenzimmer entstehen. Dadurch steige letztlich auch die Zahl der Patienten.

Landweg: Rechts vor links ein ProblemEin leichter Verkehrsunfall ereignete sich im Landweg, Höhe Hausnummer vier. Die Folge: Einige Bürger finden, hier muss die Gemeinde handeln. Über das Wie diskutierte der Gemeinderat. Es gelte hier wie überall rechts vor links. Da die Regenrinne im besagten Bereich in der Vorfahrtsfrage verunsichere, könnten das dreieckige Verkehrsschild mit dem schwarzen Kreuz als Hinweis auf die Vorfahrtsregelung oder ein Spiegel aufgestellt werden. Aber wo genau? Vielleicht seien weiße Streifen auf der Fahrbahn ausreichend, meinte Eka Reber. Bernhard Weiß pflichtete bei. Diese Linien würden mehr Aufmerksamkeit wecken, sagte auch Hubert Meiler. Allerdings müsse das noch mit der Polizei abgesprochen werden, fand Josef Wittmann. (arw)
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