Volkstrauertag in Wöllershof
Lothar Höher warnt bei Gedenkakt vor alten Fehlern

Lothar Höher (Mitte) warnte vor der Kranzniederlegung davor, das Geschenk von Frieden und Freiheit nicht ausreichend zu schätzen. Bild: zer
Politik
Störnstein
21.11.2016
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Wöllershof. Dem Gedenken der Gefallenen und Vermissten am Totensonntag auf dem Soldatenfriedhof des Bezirkskrankenhauses ging eine Vorabendmesse voraus, die Pater Stanislaus und Diakon Theo Margeth zelebrierten. Musikalisch begleiteten die Neustädter Turmbläser mit der Haydn-Messe. Die Soldatenkameradschaft 1873 hatte den Gedenkakt organisiert.

Unter Fackelschein führten die sechs Musiker den Trauerzug an. "Wir denken an die vielen Soldaten der beiden Kriege, an ihre Schicksale, an die Vermissten, an die Opfer der Vertreibung", betonte Bürgermeister Markus Ludwig. Pater Stanislaus segnete die Gräber.

Bezirkstagvizepräsident Lothar Höher erinnerte an einen Abschnitt der deutschen Geschichte, der unsagbares Leid und Unglück gebracht hatte. "Wir ehren die Männer und Frauen, die vor 70 Jahren im Krieg, in Bombennächten und bei Gewalt umkamen. Wir müssen Frieden in Europa, Freiheit und Gerechtigkeit hochhalten. Flüchtlinge haben wir auch heute wieder." Höher sorgt sich, dass Rattenfänger wieder Oberwasser bekommen. "Sind wir der Freiheit überdrüssig? Anders kann ich die Wahlergebnisse nicht deuten", unterstrich er.

Die Fahnen der Soldatenkameradschaft und der Feuerwehr Lanz neigten sich bei der Kranzniederlegung. Die Turmbläser intonierten die Bayernhymne. Gemeinsam sangen die Anwesenden das Deutschlandlied. Die Soldatenkameradschaft stellte eine Ehrenwache am Kreuz.
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