Gemeinderat einigt sich: gekauftes Haus keine sinnvolle Verwendung
Lange Rede, kein Konsens

Vermischtes
Störnstein
18.02.2016
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Eigentlich wollte Bürgermeister Markus Ludwig den Planungsauftrag für das Haus am Bergweg 6 vergeben. Das Wohnhaus mit ehemaligem Rinderstall, das die Gemeinde im vergangenen Jahr erworben hat, soll einer sinnvollen Nutzung zugeführt werden. Doch daraus wurde nichts, außer einer längeren Diskussionsrunde kamen die Gemeinderäte zu keinem Ergebnis.

Ludwig erläuterte, was er sich so vorstellte: eine Backstube, WC, kleine Feste und einen Saal für etwa 100 Personen. Mit eingebunden ist das Amt für Ländliche Entwicklung. Hubert Meiler (FW) betonte: "Wir müssen uns zusammensetzen, wie es ausschauen soll. Zuerst in den Fraktionen und dann im Gemeinderat. Es soll ein Projekt werden, das unseren Ort prägt." Josef Wittmann (CSU) meinte, man müsse den Architekten sagen, was man wolle.

Auch Eka Reber (FW) argumentierte in diese Richtung. Umso schneller gehe die Planung, weil Konrad Schell (SPD) die Bevölkerung mit einem Fragebogen einbinden will. "Zudem brauchen wir eine Info-Veranstaltung. Das Raumkonzept muss klar sein." Für Karlheinz Schreiner (FW) gibt es in der Bevölkerung 1000 Meinungen, und ein Konzept müsste vorher stehen. "Wir müssen das mit den Fraktionen und den Bürgern durchziehen", sagte Meiler. Reber sieht das anders: "Wer veranstaltet was?" Er will sich das von den Vereinen grob aufzeigen lassen. Ähnliche Objekte will sich dagegen noch Meiler anschauen, um die Kosten besser einordnen zu können.

Für Otto Müller (FBL) ist es wichtig, "dass wir wissen müssen, was wir wollen, erst dann können wir den Planungsauftrag erteilen". "Da das Projekt gefördert wird, reden auch noch andere mit", sagte Konrad Schell (SPD). Schließlich beendete Ludwig die Diskussion mit dem Hinweis: "Die Fraktionen sollen festlegen, wer mitwirkt."
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