Lothar Höher zum Bezirksklinikum Wöllershof
Nicht nur erhalten, sondern erweitern

Lothar Höher (vorne) referierte und diskutierte mit Störnsteiner Bürgern beim politischen Frühschoppen der CSU. Bild: hfz
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Störnstein
24.03.2016
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Beim CSU-Ortsverband sprach Lothar Höher über die Zukunft des Bezirksklinikums Wöllershof. Zentrales Thema war die Kooperation mit dem Klinikum in Weiden.

Zum politischen Frühschoppen des CSU-Ortsverbandes im Gasthaus Kost begrüßte der Ortsvorsitzende Josef Wittmann als Gastredner den Bezirkstagsvizepräsidenten Lothar Höher, der kurzfristig für den erkrankten MdB Albert Rupprecht eingesprungen war. In seiner Rede ging Höher schwerpunktmäßig auf das Bezirksklinikum Wöllershof ein und umriss dessen bisherige Entwicklung, die gegenwärtige Planung und die zukünftigen Nutzungsmöglichkeiten. "Da die psychischen Erkrankungen beständig zunehmen, ist nicht nur der Erhalt des Klinikums notwendig, sondern auch dessen Erweiterung und die Dezentralisierung der medizinischen Betreuung", sagte Höher.

In Weiden wird daher für 15 Millionen Euro eine Kinder- und Jugendpsychiatrie errichtet, da damit die Infrastruktur der Allgemeinmedizin des Weidener Klinikums genutzt werden kann. Ob auch das erfolgreiche Schlaflabor des Bezirksklinikums nach Weiden verlegt werden soll, stehe noch offen. "Allerdings wird gleichzeitig Wöllershof für zirka 18 Millionen Euro erweitert, indem dort zwei psychosomatische Stationen mit 20 neuen Arbeitsplätzen errichtet werden." Damit einhergehend sei eine Verlagerung des Pflegeheims in Parsberg nach Wöllershof, womit nicht nur eine Verkürzung der Wartezeiten und die heimatnahe Behandlung der Patienten erreicht würden, sondern ein Ausbau der Pflegekräfte und deren Ausbildung.

Der Vorsitzende dankte Höher für seine Arbeit für das Bezirksklinikum, wovon letztendlich die Gemeinde Störnstein profitiert. Bei einer allgemeinen Diskussionsrunde kamen einzelne Aspekte des Klinikums zur Sprache. Altbürgermeister Konrad Kraus wollte die Auslastung und die Zahl der Beschäftigten wissen, die in der Gemeinde ansässig sind. "Die Auslastung liegt bei rund 95 Prozent und 323 Mitarbeiter sind im Klinikum tätig", sagte Höher. Allerdings könne er keine Auskunft hinsichtlich deren Wohnort geben.

Im weiteren Verlauf der Diskussion wurde das Klinikum Weiden thematisiert, da die dortigen Ausbaumöglichkeiten beschränkt seien. Höher erklärte, dass ein Klinikum in einem Oberzentrum üblich ist und Betreuung sowie Pflege in die Randgebiete verlagert werden. Altbürgermeister Boris Damzog machte sich für den Erhalt des Schlaflabors in Wöllershof stark, wobei die Anwerbung von Ärzten problematisch sei. Ebenso schlug er einen sicheren Fußweg von Neustadt nach Reiserdorf vor. Die Verlagerung der Palliativstation aus Neustadt nach Weiden habe nach Ausführungen von Höher rein fachmedizinische und wirtschaftliche Gründe, wobei im Gegenzug das Hospiz nach Neustadt komme.
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