Oetzinger will keine Grenzzäune
CSU-Fraktionschef und Manteler Bürgermeister Hauptredner beim Neujahrsempfang in Störnstein

Stephan Oetzinger. Bild: arw
Vermischtes
Störnstein
26.01.2016
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Mit dem ersten Neujahrsempfang möchte die CSU einen Neuanfang in der Gemeinde wagen. Wie Vorsitzender und Gemeinderat Josef Wittmann betonte, sei die Partei unterrepräsentiert. "Das müssen wir ändern." Er freute sich über die Anwesenheit von Vereinsvertretern, denn sie erfrischten das kulturelle Leben. "Die Vereine sind das Salz in der Suppe."

Stolz war Wittmann auf die Anwesenheit der Altbürgermeister Konrad Kraus und Boris Damzog sowie Rathauschef Markus Ludwig (SPD). Wittmann betonte das harmonische Miteinander im Gemeinderat. Der CSU-Fraktionsvorsitzende im Kreistag, Stephan Oetzinger, lobte diesen Neuanfang der Störnsteiner CSU zum Wohl der Bürger. Den größten Teil seiner Ansprache widmete der Manteler Bürgermeister der Flüchtlingspolitik. "Uns geht es im Landkreis, im Freistaat Bayern sowie in der Bundesrepublik gut. Doch es müssen in diesem Jahr Entscheidungen fallen."

Im Landkreis lebten zurzeit 1025 Asylbewerber. Die Zahl sei noch überschaubar. Die Belegung der Gymnasiumturnhalle habe uns hart getroffen, meinte der Kreisrat. Dre Fraktionsvorsitzende dankte den ehrenamtlichen Helfern. "Was sie in ihrer Freizeit leisten, verdient Anerkennung." Laut Oetzinger stößt der Landkreis aber auch an die Grenzen. Der Wohnungsmarkt sei überlastet. Wenn es der Landkreis nicht mehr schaffe, könnten wir die Flüchtlinge nicht einfach den Gemeinden weiterleiten. Es könne nicht sein, dass nur wir die Fremden aufnähmen. "Wir sind in der EU eine Solidargemeinschaft. Wir müssen die Ursachen des Zustroms bekämpfen."

Der Referent sprach sich aber gegen einen Grenzzaun aus, redete vielmehr einem Jahreskontingent wie in Österreich das Wort. Nur so könnten wir uns die Integration leisten. "Wir dürfen uns nicht in die Tasche lügen und müssen den sozialen Frieden wahren", mahnte der Manteler.
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