Patienten werden nicht alleine gelassen
Bezirksklinik Wöllershof glänzt mit ausgezeichneten Zahlen

Zum letzten Mal stand Dr. Heribert Fleischmann (Dritter von rechts) beim Neujahrsbesuch am Mittwoch Bezirkstagsvizepräsident Lothar Höher und Präsident Franz Löffler (von rechts) Rede und Antwort. Der Ärztliche Direktor geht Ende des Jahres in Ruhestand. Von links: Medbo-Vorstand Dr. Helmut Hausner, Konrad Kastner, Christine Kick, Leiterin Patienten- und Pflegemanagement, Johannes Bönsch, Beauftragter Qualitätsmanagement, Bürgermeister Markus Ludwig und Bezirksrat Toni Dutz. Bild: Götz
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Störnstein
14.01.2016
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Das Bezirkskrankenhaus Wöllershof ist für die Medbo ein Flaggschiff - vor allem mit seiner vorbildlichen Ambulanz. 2016 wird es etliche Neuerungen geben.

Wöllershof. Ärztlicher Direktor Dr. Heribert Fleischmann glänzte am Mittwoch beim Besuch von Bezirkstagspräsident Franz Löffler, Vizepräsident Lothar Höher, Bezirksrat Toni Dutz, Vorstand Dr. Helmut Hausner von den medizinischen Einrichtungen des Bezirks Obeprfalz und Bürgermeister Markus Ludwig mit ausgezeichneten Zahlen. Die Belegung des 175-Betten-Hauses liegt bei über 95 Prozent. 8000 Patienten, davon 90 Prozent aus der Nordoberpfalz, werden jährlich ambulant behandelt. Das sind mehr als auf Station liegen.

Viele Bewerbungen


Präsident Löffler dankte Fleischmann, der im November in den Ruhestand geht, und seinem Team für die erfolgreiche Arbeit. Er habe seit 1998 Wöllershof geprägt. Die in letzter Zeit steigende Zahl von Bewerbungen von Medizinern, Pflegern und Therapeuten zeige, dass Wöllershof in der Bevölkerung angenommen werde. "Ich bin begeistert, wie die Leute zum Krankenhaus stehen, nicht nur als Arbeitgeber." Der Bezirk habe es nicht bereut, vor zehn Jahren am Standort festgehalten und 20 Millionen Euro in die neue Klinik investiert zu haben.

Neue Pflegeeinrichtung


Auch Löfflers Stellvertreter Höher lobte Fleischmann und Wöllershof in den höchsten Tönen. "Das ist ein Leuchtturm in unserer Region." Die Nordoberpfälzer seien stolz auf die heimatnahe psychiatrische Versorgung. Mehr als 15 Millionen Euro stelle der Bezirk in den nächsten Jahren für Wöllershof bereit.

In Wöllershof wird eine exzellente Medizin angeboten.Der neue Medbo-Vorstand Dr. Helmut Hausner

Damit würden nicht nur mehrere Gebäude saniert (als erste die Häuser 11 und 13, später auch noch 12), sondern auch eine neue Einrichtung im Pflegebereich geschaffen. Näheres dazu wollten die Politiker allerdings nicht verraten, die Vorbereitungen liefen bereits. Auch Medbo-Vorstand Hausner geriet ins Schwärmen: "Hier wird eine exzellente Medizin angeboten." Mit dem Schwerpunkt "ambulant vor stationär" ernte Wöllershof Anerkennung auch in Fachkreisen. Die Patienten würden nach der Entlassung nicht alleine gelassen, sondern würden weiterhin ambulant betreut.

s Bürgermeister Markus Ludwig hatte ebenfalls nichts zu meckern. Wöllershof sei mit 320 Beschäftigten ein starker Arbeitgeber. Viele Mitarbeiter hätten sich in dem von der Gemeinde ausgewiesenen Baugebiet neben der Klinik angesiedelt. "Wöllershof ist ein offenes Krankenhaus, Menschen kommen gerne."

SchlaflaborNicht glücklich sind die Verantwortlichen mit der Schließung des Schlaflabors im Oktober 2015. Nach dem plötzlichen Tod von Dr. Tamara Kunze sei die Stelle ausgeschrieben worden. Es habe sich niemand beworben, bedauerte Ärztlicher Direktor Dr. Heribert Fleischmann.
Somnologen sind sehr gefragt. Die Stelle bleibt weiter ausgeschrieben. "Wenn es uns gelingt, einen geeigneten Bewerber zu finden, können wir sofort starten", versicherte Fleischmann. Das Labor sei jederzeit einsatzbereit. Nicht glücklich ist der Chef darüber, dass sich die Einrichtung zuletzt zu einem internistischen Schwerpunkt entwickelt habe. Dies sei so nicht geplant gewesen. Interessant sei vielmehr die psychiatrische Seite.

Ähnlich sieht das der Bezirkstagspräsident. 90 Prozent der im Schlaflabor behandelten Fälle seien somatischer Natur gewesen, nur 10 Prozent psychiatrischer. Eine Zusammenlegung mit der Kliniken AG Nordoberpfalz AG sei durchaus möglich. "Wir wollen uns nicht verschließen. Aber der Schwerpunkt im Klinikum Weiden müsse dann auf der Somatik liegen. Da in Weiden die räumlichen Voraussetzungen erst 2020 geschaffen werden könnten, tüftle Wöllershof an einer Übergangsregelung. Angepeilt sei eine ambulante Lösung.

Wie die aussehen könnte, erläuterte Medbo-Vorstand Dr. Helmut Hausner. "Wir verhandeln mit ambulanten Leistungserbringern. Wir würden Praxen auch nach Wöllershof holen." Vizepräsident Lothar Höher verwies auf das enorme Image, das ein Schlaflabor für die Bezirksklinik bringe. Es öffne das Haus für Patienten. (ms)
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