Strom lässt Dividende fließen
Generalversammlung der Bürgerenergiegenossenschaft Zeno mit guten Nachrichten

Haben die Zeno Bürgerenergiegenossenschaft sicher und fest in der Hand: Die Vorstände Bürgermeister a.D. Boris Damzog (links) und Finanzvorstand Kämmerer Ludwig Gürtler (rechts). Zufrieden waren die Mitglieder mit der Geschäftsentwicklung 2015. Bild: gt
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Störnstein
06.07.2016
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Störnstein/Floß. Es gab große Zufriedenheit in der vierten Generalversammlung der Bürger-Energiegenossenschaft Zeno im Störnsteiner Gemeindezentrum. Zufriedenheit über die Entwicklung und auch über eine Dividende für die Genossenschaftsmitglieder im Geschäftsjahr 2015 von 2,2 Prozent.

Insgesamt stehen 869 907,37 Euro an Beteiligungen in der Bilanz. Die schloss zum 31. Dezember in Aktiva und Passiva mit 901 605,75 Euro ab und konnte einen Jahresüberschuss von 30 981 Euro ausweisen. Nach den Zuführungen zur gesetzlichen und zur satzungsgemäßen Rücklage schlugen die Vorstände eine Gewinnausschüttung für die Mitglieder in Höhe von 18 463,10 Euro vor. Dies entspricht einer Dividende von 2,2 Prozent.

Beteiligungen geplant


Aktuell hat die Zeno 228 Mitglieder mit insgesamt 1722 Anteilen. Das Guthaben beläuft sich auf 861 000 Euro. Alle Schulden für die Beteiligungen an Solarparks in Tännesberg und Hütten wurden getilgt. "Die Genossenschaft ist schuldenfrei und hat schon weitere Beteiligungen im Auge", sagte Vorsitzender Boris Damzog. Aufsichtsratsvorsitzender Bürgermeister Günter Stich stellte in seinem Bericht die erfolgreiche Arbeit der Vorstände heraus. "Alle Wertschöpfung bleibt in der Region und die Zeno erfährt großartige Unterstützung der Bevölkerung." Das Ergebnis der gesetzlichen Prüfung zeige die geordnete Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft. In neun gemeinsamen Sitzungen haben Vorsitzender und Aufsichtsrat 2015 an einer kommunalen Energiewende mit den Bürgern gearbeitet. Einstimmig war auch die Zustimmung zum Jahresabschluss und zur Verwendung des Jahresüberschusses.

Zusammenschluss offen


Zur möglichen Fusion mit der Bürger-Energiegenossenschaft BE-ON in Weiden erfolgte eine Nachfrage aus der Versammlung. Vorsitzender Damzog berichtete von konstruktiven Gesprächen, die jedoch noch nicht abgeschlossen sind. Ob und wann es zu einer möglichen Fusion kommen wird, kann nicht gesagt werden. Auch die hohen Kosten für einen Zusammenschluss müssen geprüft werden. "Allerdings entscheiden nur die Mitglieder über einen Zusammenschluss", sagte Damzog.

Weitere interessante Ausblicke gab Reinhard Gayer als Geschäftsführer der interkommunalen Gesellschaft der Zeno GmbH. Das bisherige Zeno-Modell werde sich verändern. Ein Energienutzungsplan der Region in Zusammenarbeit mit der OTH Amberg liefert dazu wichtige Grunddaten. In der neuen Ausrichtung werde der Stromversorgung und auch der eigenen Stromvermarktung der Region mit den neun Zeno-Kommunen Priorität eingeräumt. "Eine spannende Entwicklung die sich in den nächsten Monaten aufzeigen wird", sagte Gayer.
Weitere Beiträge zu den Themen: Bürgerenergiegenossenschaft (2)Zeno eG (1)
1 Kommentar
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Dr. Peter Steinbock aus Eschenbach in der Oberpfalz | 06.07.2016 | 14:33  
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