Als Priester segensreich

Lokales
Stulln
06.08.2015
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Die Pfarrgemeinde und die politische Gemeinde Stulln bereiteten Pfarradministrator Parampilthadathil einen innigen Abschied. Pater Georg wirkte neun Jahre als Seelsorger, baute Brücken zu den Mitmenschen und erreichte ihre Herzen.

Der Gemeinderat, Ehrengäste, Vertreter kirchlicher und weltlicher Vereine sowie Fahnenabordnungen hatten sich zu einem Festakt im Sitzungssaal eingefunden. Zur bleibenden Erinnerung trug sich Pater Georg ins Goldene Buch der Gemeinde mit folgenden Zeilen ein: "Vielen herzlichen Dank für die schöne Zeit in Stulln. Gott segne Euch!"

"Stulln ist mir zu meiner zweiten Heimat geworden", brachte Pater Georg zu Beginn seiner Dankrede zum Ausdruck. Er habe die harmonische Atmosphäre in einer kleinen, aber sehr lebendigen Pfarrgemeinde genossen. "Priester sollen Menschen unter den Menschen, Menschen für die Menschen und Menschen mit den Menschen sein", lautet seine persönliche Richtlinie.

Neue Qualitäten wichtig

Sein Dank galt den kirchlichen Diensten und Gremien, dem Kirchenchor, den Minis, Bürgermeister Hans Prechtl stellvertretend für die Gemeinde, den Vereinen mit ihren Vorständen sowie allen Menschen, die ihm bei seinem pastoralen Auftrag unterstützt haben. Nach einem großen "Vergelts Gott" lud Pater Georg zum Standkonzert und Stehempfang auf dem Kirchplatz ein.

Zuvor hatte Bürgermeister Hans Prechtl den Geistlichen gelobt. "Die Zusammenarbeit, eingeschlossen die Gremien Kirchenverwaltung und Pfarrgemeinderat, war angenehm. Sie sind auf alle Bürger freundlich, offen und unvoreingenommen zugegangen." "Das Bistum braucht keine Pfarrer, die glauben, alles ist in Ordnung und nichts muss sich ändern. Das ist das Denken von vorgestern", merkte Prechtl an. Neben der Seelsorge - von der Taufe bis zur Beerdigung - brauche der Priester Qualitäten als Manager, Kommunikator und gar als Werbeträger in Sachen Kirche und Religion.

Die Blaskapelle Schwarzenfeld unter der Stabführung von Josef Lobenhofer geleitete den Zug vom Rathaus zur St. Barbara-Kirche zum Festgottesdienst. Der Chor unter der Leitung von Rektor a.D. Heinz Prokisch und die Gruppe "Zeitlos" mit Daniel Markgraf, Anna Pröls und Maria Klar gestalteten die Messfeier musikalisch.

"Ihr vielfältiges und segensreiches Wirken hier in Stulln begann am 1. September 2006", leitete Pfarrgemeinderatssprecher Erwin Wittmann seine Laudatio ein. Der Pater habe von Beginn an das Miteinander betont und erkannte, "dass viele talentierte, kompetente und engagierte Leute in Stulln am Werk sind". Die gegenseitige Wertschätzung wuchs und festigte sich. Pater Georg wurde der Mittelpunkt der Pfarrei, ihr guter Hirte und die Gläubigen seine Herde. Die Kinder und Jugendlichen lagen ihm besonders am Herzen. Feierliche Gottesdienste, Prozessionen sowie Pfarrversammlungen und Pfarrfeste führten die Menschen zusammen.

Pfarrheimbau Höhepunkt

In seine Amtszeit fielen zahlreiche Feste. Unter anderem das 30-jährige Jubiläum des Katholischen Frauenbundes und des Seniorenkreises sowie das 50-jährige Bestehen der Pfarrei und das 60-jährige Weihefest der Pfarrkirche. Höhepunkt war der Bau des neuen Pfarrheims und dessen Einweihung am 21. Juli 2012 durch Generalvikar Michael Fuchs.

In der neunjährigen Ära bewegte und entwickelte sich sehr viel. Die Laien erfuhren gestalterische Freiheiten und ihre Aktivitäten fielen durch die wohlwollende Unterstützung und Wertschätzung auf fruchtbaren Boden.

Mit knapp 500 Bildern

Pater Georg konnte aus den Händen des Pfarrgemeinderatssprechers und Kirchenpflegers Franz Sorgenfrei ein einzigartiges Fotobuch entgegennehmen: Es enthält auf 120 Seiten knapp 500 Bilder aus der neunjährigen Wirkungszeit. "Es hat einfach alles gepasst", freute sich anerkennend der Kirchenpfleger.

Pfarrerin Heidi Gentzwein von der evangelischen Kirchengemeinde Schwarzenfeld bedankte sich für die offene Art und die Aufgeschlossenheit gegenüber der Ökumene. Als Vorstand der Freiwilligen Feuerwehr, sprach Stefan Attenberger den Dank für die Verbundenheit zu den Vereinen aus und überreichte ein Erinnerungsgeschenk.
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