Dekanatstag mit Abt Dr. Marianus Bieber - Personelle Veränderungen
Wirklichkeit Gottes nahebringen

Abt Dr. Marianus Bieber von der Benediktinerabtei Niederaltaich zelebrierte am Dekanatstag mit den Priestern des Katholischen Dekanats Nabburg die Festmesse in der St.-Barbara-Kirche. Bild: ohr
Lokales
Stulln
25.07.2015
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"Geistlich leben heute - was wir vom Leben im Kloster lernen können": Unter diesen Leitgedanken stellte Abt Dr. Marianus Bieber von der Benediktinerabtei Niederaltaich den Dekanatstag des Katholischen Dekanats Nabburg in der Pfarrei Stulln.

Bei der Zusammenkunft der Priester und pastoralen Mitarbeiter im Pfarrheim zelebrierte der Abt mit den Priestern des Dekanats den Gottesdienst. Rund 100 Sänger der Kirchenchöre der Pfarreien Altendorf, Dürnsricht-Wolfring, Gleiritsch, Hohentreswitz, Nabburg, Rottendorf, Schmidgaden, Schwarzenfeld und Stulln des Dekanats übernahmen die musikalische Gestaltung. Als liturgische Gesänge erklangen Werke von Otmar Faulstich und John Rutter sowie Chorsätze zum neuen Gotteslob. Die Leitung lag bei Dekanatskirchenmusiker Michael Koch. Die Orgel und das Klavier spielte Wilhelm Heidtmann, Kirchenmusiker der Pfarreiengemeinschaft Altendorf/Gleiritsch/Weidenthal. Den Kantorendienst hatte Christian Dorner inne.

Abt Dr. Marianus Bieber rückte den Inhalt des geistlichen Berufes ins Zentrum seiner Predigt. Ein Priester sei für seine Gemeinde Pastor, Hirte - und habe seinen Gläubigen die Wirklichkeit Gottes nahezubringen. Sie werde alle Krankheit und alle Behinderungen beheben. Sie werde Leiden und Tod vernichten sowie Armut, Ungerechtigkeit und Unterdrückung beenden.

Das Reich Gottes sei Leben, Licht, Gerechtigkeit, Gesundheit, Reichtum und Wohlbefinden, betonte der Geistliche. Die Propheten und Priester hätten in ihrer Verkündigung immer wieder darauf hinzuweisen. "Das Problem ist das Futur, die Zukunft: dass das alles einmal sein wird", verdeutlichte der Benediktiner. Der erste Verkünder der frohen Botschaft, Gottes Sohn, hatte es einfacher. Der Geistliche nahm Bezug zum Tagesevangelium mit der Heilung eines Taubstummen. Jesus wirke sofort. Das Reich Gottes sei jetzt erfahrbar - es werde nicht auf die Zukunft vertröstet.

Der Pfarrer habe es da weitaus schwieriger - aber er könne versuchen, durch sein Reden und vor allem durch sein Tun, seine Teilnahme, sein Mitgefühl, seine Hilfe den Betroffenen gegenüber etwas von der Wirklichkeit und der Nähe Gottes verspüren zu lassen. In dieser Hinwendung liege wohl ein wesentliches Moment des heutigen pastoralen Dienstes. Der Geistliche habe Wege zu zeigen, die dem Gläubigen helfen, die verborgene Wirklichkeit Gottes erkennen zu können, lautete das Resümee von Abt Dr. Marianus Bieber.

Vor dem Schlusssegen gab Dekan Michael Hoch Veränderungen im Dekanat bekannt. Nach elfjährigem Wirken in der Pfarrei Pfreimd wechselt Pater Dr. Xaver Parambi in die Pfarrei Regensburg Hl. Geist. Pater Georg verlässt zum 1. September die Pfarrei Stulln und wird Pfarrer in Pfreimd. Die Pfarrei Stulln wird in der Pfarreiengemeinschaft Schwarzenfeld-Stulln von Pfarrer Rosner betreut. Er wird von Pfarrvikar Joseph Kokkoth - er bezieht den Pfarrhof in Stulln - und Gemeindereferent Markus Seefeld unterstützt. Thomas Riedl, Pfarrvikar der Pfarreiengemeinschaft Schwarzach-Altfalter, Unterauerbach und Kemnath bei Fuhrn, wird aus dem Dekanat verabschiedet, und seine Stelle übernimmt Pater Binu Kureekattil Thomas.

Pfarrer Michael Hoch verwies auf die Dekanatswallfahrt am Samstag, 19. September, nach Walldürn und Rothenburg o.d Tauber. Anmeldungen sind in den Pfarrbüros möglich. Die Firmung im Dekanat ist erst 2017. Das Friedensgebet findet am 11. Oktober in den einzelnen Pfarreien statt.
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