Drei direkt nebeneinander

Lokales
Stulln
03.12.2015
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Es ist ungewöhnlich: Drei Bauanträge unmittelbarer Nachbarn im Lindenweg des Baugebiets "Herzendamm II" lagen dem Gemeinderat Stulln zur Erteilung des gemeindlichen Einvernehmens vor.

Vor Eintritt in die Tagesordnung unterrichtete Zweiter Bürgermeister Thomas Rohrwild den Gemeinderat von der Verleihung der Kommunalen Verdienstmedaille in Bronze an den Ersten Bürgermeister Hans Prechtl. Verliehen hat sie Regierungspräsidenten Axel Bartelt im Auftrag des Staatsministers des Innern im Großen Sitzungssaal der Regierung der Oberpfalz. Der Regierungspräsident würdigte dabei das über 25-jährige engagierte, kommunalpolitische Wirken für die Gemeinde Stulln. "In diesen über zweieinhalb Jahrzehnten entwickelte sich die Kommune zu einem ausgezeichneten Gemeinwesen weiter", hieß es. Der Wandel von der Landwirtschaft und vom Bergbau zum modernen Wohn- und Industrieort habe sich vollzogen.

Bürgermeister Hans Prechtl brachte sein Fachwissen, seine Um- und Weitsicht, seinen unermüdlichen Fleiß, sein Verantwortungsbewusstsein und sein persönliches Engagement für diese positive Entwicklung ein. Unter den neun Persönlichkeiten des Landkreises Schwandorf war Hans Prechtl der jüngste Ausgezeichnete. Thomas Rohrwild dankte dem Geehrten im Namen der Gemeinde Stulln, des Gemeinderats, als Zweiter Bürgermeister und persönlich für das Geleistete. Als Zeichen der Anerkennung überreichte Thomas Rohrwild einen edlen Tropfen.

Abweichungen genehmigt

Die Bauvorhaben liegen im Geltungsbereich des qualifizierten Bebauungsplanes "Herzendamm II", aber aufgrund der Abweichungen von den Festsetzungen ist eine Vorlage notwendig, erklärte Bürgermeister Hans Prechtl. Die beantragten Befreiungen waren begründet und das Gremium erteilte jeweils das einhellige Votum.

Es gab einen Bauantrag von Julia und Johannes Heinrich auf Neubau eines Einfamilienwohnhauses mit Garage und Carport am Lindenweg, sowie einen Bauantrag von Bernhard und Martina Krieglstein auf Errichtung eines Wohnhauses mit Garage, ebenfalls am Lindenweg. Die Abweichungen von den Festsetzungen sind größtenteils durch die standardisierten Vorgaben des Baumusters des geplanten Fertighauses bedingt. Zuguterletzt lag auch ein Bauantrag von Carola und Thomas Bauer auf Neubau eines Nebengebäudes vor, auch das am Lindenweg. Der höhere Platzbedarf ist wegen der drei Kinder erforderlich. Auch mit den Abweichungen von bauordnungsrechtlichen Vorschriften besteht Einverständnis.

Das Bauvorhaben von Robert Gresser auf Ausbau des bestehenden und Ober- und Dachgeschosses sowie zu einer Wohnung mit Anbau eines Treppenhauses in Säulnhof hält sich an den Rahmen der vorhandenen Bebauung und fügt sich in die Eigenart der näheren Umgebung ein. Die Unterschriften benachbarter Grundstückseigentümer sind auf den Planungsunterlagen vollständig vorhanden. Als persönlich Beteiligter nahm Martin Eules an Beratung und Abstimmung nicht teil.

Renovierung vergeben

Nach der Besichtigung des Leichenhauses durch den Gemeinderat im September holte die Verwaltung Angebote für die Erneuerung zweier Fenster an der Südseite ein. Als günstigster Bieter erhielt die Firma Koller aus Stulln zum Preis von 1997 Euro brutto den Zuschlag, gab Bürgermeister Hans Prechtl als Beschluss aus der nicht öffentlichen Sitzung bekannt.

Unter Punkt "Verschiedenes" sprach Josef Nachtmann die Digitalisierung von Gemeinderatssitzungen an. Bürgermeister Hans Prechtl sagte als Einstieg den Versand der beiden neuen Friedhofssatzungen sowie der Straßenausbaubeitragssatzung als PDF-Datei zu.
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