Einstimmig für den Beitritt

Vor der Fortsetzung der Sitzung des Zweckverbandes zur Abwasserbeseitigung der Gemeinden Schwarzach und Stulln besichtigte das Gremium die Anlage in Wölsendorf. Klärwärter Christian Barth (Vierter von rechts) erläuterte den Teilnehmern (von links) Jürgen Vetter, Josef Nachtmann, Thomas Krapf, Bürgermeister Alois Böhm, Hubert Jetschmann, Vorsitzender Bürgermeister Hans Prechtl, Joachim Schießl, Edelbert Schmal und Günter Lehner die Funktionsweise. Bild: ohr
Lokales
Stulln
20.08.2015
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Der Zweckverband zur Abwasserbeseitigung der Gemeinden Schwarzach und Stulln sprach sich bereits im Dezember 2014 für den Beitritt zum Zweckverband für thermische Klärschlammverwertung aus. Diesen Beschluss fasste er nun offiziell.

Zu Beginn der Sitzung besichtigten die Mitglieder die Zweckverbandskläranlage in Wölsendorf. Nach der Begrüßung durch den amtierenden Vorsitzenden Hans Prechtl stellten Klärwärter Christian Barth und Stellvertreter Helmut Sorgenfrei die Anlage vor. Das Klärwerk ist auf 4500 Einwohnergleichwerte - 2000 für die Gemeinde Schwarzach und 2500 für Stulln - ausgerichtet, informierte Barth. Die derzeitige durchschnittliche Auslastung liege bei rund 3100 Einwohnergleichwerten. Das Klärwerk säubere zu 100 Prozent häusliche Abwässer, da keine Industrie angeschlossen ist.

Zwei Zuläufe

Die Schmutzwässer der beiden Gemeinden fließen in zwei getrennten Zuläufen ins Klärwerk. Die Messdaten werden ebenfalls separat dokumentiert. Die Ablaufwerte müssen regelmäßig überprüft und weitergeleitet werden. Im Gemeindegebiet Schwarzach sind 10 und für Stulln 7 Pumpen im Einsatz.

"Dinge kommen in den Kanal, die nicht hineingehören", monierte der Klärwärter beim anschließenden Rundgang. "Hygieneartikel gehören in den Abfalleimer", appellierte Prechtl an die Einwohner. Zur Fortsetzung der Sitzung fand sich das Gremium im Nebenzimmer des Gasthauses Lorenz in Wölsendorf ein. Hier stand der Beitritt zum "Zweckverband Thermische Klärschlammverwertung Schwandorf" im Mittelpunkt. Der Zweckverband Müllverwertung Schwandorf (ZMS) tritt dem Verband ebenfalls als Mitglied bei, stellt das für die Trocknungsanlage erforderliche Gelände bereit, liefert die Energie, stellt die Infrastruktur und übernimmt die Geschäftsleitung gegen Kostenerstattung.

Auch Klärschlammbetreiber außerhalb des Landkreises bekundeten zwischenzeitlich ihr Interesse. Aktuell sind dies die Stadt Regensburg, der Abwasserzweckverband Amberg/Kümmersbruck, die Stadt Neustadt an der Waldnaab und die Gemeinde Weiherhammer. Bürgermeister Alois Böhm erläuterte vor dem einhelligen Votum zum Beitritt des Zweckverbandes zur Abwasserbeseitigung der Gemeinden Schwarzach und Stulln die wesentlichen Punkte der Satzung.

Gute Erfahrungen

Wie bei der Sitzung zu hören war, machten die Kommunen mit der Bündelausschreibung zur Strombeschaffung beste Erfahrungen. Vertragspartner "Kubus" arbeite mit dem Bayerischen Gemeindetag gut zusammen. Das Gremium erteilte deshalb die nachträgliche Genehmigung für Anlagen des Zweckverbandes für die Jahre 2017 bis 2019.

Kämmerer Thomas Krapf gab abschließend das Ergebnis der Jahresrechnung 2014 bekannt. Sie schließt im Verwaltungshaushalt mit 200 165,28 und im Vermögenshaushalt mit 38 590,36 Euro ab. Der Gesamthaushalt verbesserte sich um 11 409,64 Euro. Die Rücklage weist zum 1. Januar 2015 einen Stand von 20 841 Euro aus. Die Verbandsräte nahmen diese Zahlen zur Kenntnis.
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