Gemeinde schließt Baulücke

Eine große Baulücke mit 14 Parzellen im Innenbereich von Stulln kann geschlossen werden, ein großzügiger Bebauungsplan mit liberalen Festsetzungen ist auf den Weg gebracht. "Die Grundstücke sind heuer noch verkaufbar", signalisierte Bürgermeister Hans Prechtl in der Gemeinderatssitzung. Bild: ohr
Lokales
Stulln
17.10.2015
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Eine große Baulücke im Innenbereich des Ortes Stulln kann geschlossen werden. Das Areal befand sich bisher im Privateigentum. Mittlerweile konnte die Gemeinde diese Grundstücke erwerben. Ein sehr großzügiger Bebauungsplan mit liberalen Festsetzungen wird auf den Weg gebracht. In völliger Übereinstimmung fasste das Gremium die notwendigen Beschlüsse.

Die erworbene Fläche ist seit Jahrzehnten gültiges Bauland, erinnerte Bürgermeister Hans Prechtl in seinem Sachstandsbericht. Die damaligen Festsetzungen widerspiegeln aber nicht mehr heutige Standards. Eine generelle Überplanung des Gebiets ist daher erforderlich. Der Sprecher stellte den Ist-Zustand vor und zeigte mehrere Alternativen auf - entstanden aus mannigfaltigen Überlegungen.

Der vom Bürgermeister in die engere Wahl gezogene Vorschlag sieht die Umwandlung einer geplanten Gewerbebebauung in drei normale Einfamilienhäuser und eine Orientierung nach bestehenden Parzellen mit der Stichstraße vor. Detailliert erläuterte Prechtl diesen von der technischen Bauverwaltung der Verwaltungsgemeinschaft Schwarzenfeld erstellten Entwurf in der Fassung vom 30. September 2015. Auszugsweise werden einige textliche Ergänzungen zu den grafischen Darstellungen angeführt.

Zuschnitte überarbeitet

Der Zuschnitt fast aller Parzellen und die Abmessungen der Stichstraße mit Wendehammer wurden überarbeitet. Die Festlegung der Gebäudestandorte und deren Ausrichtungen werden aufgehoben. Innerhalb von Baugrenzen kann die bebaubare Fläche des Wohngebäudes bestimmt werden. Die Festlegung der Dachformen, Dachneigungen und Dachfarben sowie der Materialien für die Wohn- und Nebengebäude entfällt. Verschiedene Dachformen entsprechend den Regelbeispielen sind möglich. Aber Flachdächer sind nicht erlaubt.

Anhand des Vorentwurfes wurde die Bebauungsplanänderung "Herzendamm" mit Kreisbaumeister Franz Schober und Sandra Zapf vom Landratsamt Schwandorf besprochen. "Die Vermessung ist bereits abgeschlossen und Grundstücke sind heuer noch verkaufbar", signalisierte das Gemeindeoberhaupt. Sein Dank galt Berthold Braun für die Fertigung der einzelnen Alternativen zur kompletten Überplanung.

In der Aussprache konnten auftretende Fragen aus der Mitte Gremiums geklärt werden. "Der Gemeinderat hat seine Hausaufgaben erledigt und mit diesen liberalen Festsetzungen kann ein breiter Kreis angesprochen werden", resümierte Zweiter Bürgermeister Thomas Rohrwild.
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