Gemeinde wächst weiter

Lokales
Stulln
08.08.2015
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Die Gemeinde Stulln zeigt eine erfreuliche Entwicklung. Kontinuierlich bewegt sich die Kurve der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze nach oben. Die Anzahl der beschäftigten Stullner weist einen sehr guten Wert aus. Die Bilanz der Zuzüge und Abmeldungen liegt im grünen Bereich.

Trotz des sommerlichen Wetters konnte Bürgermeister Hans Prechtl viele Besucher - unter ihnen der komplette Gemeinderat, Pater Georg und der Geschäftsführer der Fluorchemie Stulln, Herbert Zweck - im Bodensteinersaal begrüßen. Ein Blick in die Statistik verdeutliche den positiven Aufwärtstrend. Unterm Strich steige bei 106 Zuzügen und 80 Wegzügen (+26) sowie 18 Sterbefällen und 13 Geburten (-5) die Zunahme auf 21 Personen.

In der Verwaltungsgemeinschaft Schwarzenfeld kann Stulln als einzige Gemeinde ein Anwachsen der Bevölkerung registrieren. Interessant ist auch die Einwohnerverteilung auf die einzelnen Ortschaften - in Klammer die Veränderungen - mit Hauptwohnsitz: Stulln 1494 (+26), Grafenricht 69 (0), Säulnhof 55 (-6), Brensdorf 50 (-3), Geiselhof 11 (+3), Schanderlhof 7 (0), Freiung 6 (0) und Vierbruckmühle 0. Insgesamt 1692 Einwohner.

Im Zeitraum von 2004 bis 2014 stiegen die sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze in Stulln von 274 um 148 auf 422 an. "Dieser Trend ist sehr erfreulich", merkte der Bürgermeister an. Die örtlichen Unternehmen investieren kräftig und sichern somit Arbeitsplätze. Von den 422 Arbeitsverhältnissen entfallen 89 auf Stullner und 333 auf Einpendler. Von den insgesamt 725 Stullner Beschäftigten sind 636 Auspendler.

Folgende sieben Einnahmequellen decken rund 60 Prozent des Verwaltungshaushalts: Einkommensteuerbeteiligung (793 000 Euro), Gewerbesteueraufkommen (400 000), Schlüsselzuweisung (342 500). Grundsteuer B/Wohnhäuser (115 000), Einkommensteuer-Ersatzleistung (64 500), Beteiligung an der Umsatzsteuer (59 000) und Grundsteuer A/Landwirtschaft (17 500). Unter anderem sind noch weitere wichtige Einnahmen die Gebühren für Kindergarten, Wasser, Kanal und Friedhof.

Seit 2011 verfügt die Gemeinde über einen Bausparvertrag mit der aktuellen Ansparung von 120 000 Euro und einer Verzinsung von 0,5 Prozent. Der Vertrag mit einer Bausparsumme von 500 000 Euro wird voraussichtlich im September 2019 zuteilungsreif sein.

Größere Ausgaben

Auf der Ausgabenseite schlagen vor allem die Umlagen als größere Brocken zu Buche - an die Verwaltungsgemeinschaft für die Verwaltung (309 050 Euro), an die Verwaltungsgemeinschaft für die Schule (149 500), an den Abwasserzweckverband (107 000), als Kreisumlage (548 900), als Gewerbesteuerumlage (75 300), und als Zuschussbedarf für die 47 Kinder im Kindergarten(172 450/je Kind 3669).

Wasser, Kanal und Friedhof erzielen keine Kostendeckung, sagte der Sprecher in seinen weiteren Ausführungen. Wasser: Einnahmen 98 550 Euro / Ausgaben 110 200 Euro / Defizit 12 650 Euro / Kostendeckungsgrad; 88,6 Prozent. Kanal: 164 000 Euro / 228 000 Euro / 64 600 Euro / 71,1; Friedhof: 3800 Euro / 30 150 Euro / 26 350 Euro / 12,6.

Nach einem deutlichen Schuldenabbau von 2003 bis 2013 war im Vorjahr wieder eine Schuldenaufnahme erforderlich. Auch 2015 ist eine Kreditaufnahme vorgesehen. Bei völliger Ausschöpfung des festgesetzten Kreditrahmens steigt die Verschuldung um 495 000 Euro auf 1 450 000 Euro an und entspricht einer Pro-Kopf-Verschuldung von 860 Euro. Die Gemeinde zahlt zurzeit für Kommunalkredite weniger als ein Prozent Zinsen. "Trotz steigender Verschuldung bleibt die Zinslast niedrig", fügte Prechtl hinzu.

Der Erwerb von Baugrundstücken Ende Mai 2015 im Bereich Weideweg und Tonweg sei eine erfreuliche Situation für die Entwicklung der Gemeinde. Nach vierjähriger Bauzeit gehen die Arbeiten für die Erweiterung des Bauhofes mit der Umzäunung und Eingrünung zu Ende. "Der Ausbau des Brensdorfer Weges ist sehr gut gelungen", unterstrich der Bürgermeister. Mit der Asphaltierung der Feinschicht nähert sich die Baumaßnahme allmählich dem Ende.

In seinem Ausblick auf die Investitionsschwerpunkte verwies das Gemeindeoberhaupt unter anderem auf die Anschaffung des neuen Feuerwehrfahrzeuges HLF 20 mit Digitalfunk, die Untersuchung/Sanierung der Mülldeponie Brensdorf sowie an den Breitbandausbau, die Ausweisung eines neuen Baugebietes und den Ankauf eines Geräteträgers für den Bauhof.
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