Hildegard Kunz feiert ihren 85. Geburtstag - Ursprünglich aus Niederschlesien
Stulln als Ende der Odyssee

Hildegard Kunz (vorne links) feierte ihr 85. Wiegenfest. Bürgermeister Hans Prechtl (links) gratulierte mit Stellvertreter Thomas Rohrwild (rechts) für die Gemeinde Stulln. Bild: ohr
Lokales
Stulln
04.08.2015
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Kürzlich feierte Hildegard Kunz, Waldweg 3, ihren 85. Geburtstag. Die Glückwünsche überbrachten Bürgermeister Hans Prechtl mit Stellvertreter Thomas Rohrwild, Pfarrerin Heidi Gentzwein für die evangelische Kirchengemeinde Schwarzenfeld, Abordnungen des Katholischen Frauenbundes und des Seniorenkreises sowie die Familie und Bekannte.

Die Wiege der Jubilarin stand in Oberullersdorf in Niederschlesien, heutiges Polen. Sie erinnert sich noch gut an die Flucht im Februar 1945. Als 14-Jährige wurde sie mit Eltern und Großeltern in einen Zug mit weiteren Vertriebenen gepfercht. Die Odyssee dauerte mit kurzen Unterbrechungen eine Woche lang und endete in Bogen in Niederbayern.

Im Jahre 1946 fand die Familie in Geiselhof und später in der Grube Erika in der Gemeinde Stulln eine Bleibe. Ihren späteren Mann - er stammte aus Böhmischbruck - lernte sie beim Tanzen in Schwarzenfeld kennen. Alfred und Hildegard Kunz, geborene Hoffmann, gaben sich im April 1953 in der Klosterkirche auf dem Miesberg das Jawort und aus dieser Ehe ging Sohn Manfred hervor. Auch drei Enkel und ein Urenkel gratulierten.

Frau Kunz war anfänglich als Flussspatsortiererin beschäftigt und wechselte später zu Triumph nach Schwandorf. Ihr Ehemann - ein Musiker mit Leib und Seele - arbeitete unter Tage und nahm anschließend eine Tätigkeit beim Bundesgrenzschutz Nabburg bis zu seiner Ruhestandsversetzung an. Er verstarb im Jahre 2007. Das Eigenheim in Stulln bezog die Familie 1966. Die Witwe verfügt über einen eigenen Wohnbereich und wird von Enkelin Melanie unterstützt. Das Lesen der Zeitung gehört zur täglichen Lektüre der Seniorin.
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