Hüttenbach wird kurviger

Vorgesehen ist, in einem Teilbereich des Hüttenbachs sechs Kurven einzubauen, und zwar in östlicher Richtung ab Ortsende von Säulnhof (links). Bild: hfz
Lokales
Stulln
12.02.2015
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Der Hüttenbach bei Säulnhof ist in den Blickpunkt des Wasserwirtschaftsamtes gekommen. Es will ihn auf einem bestimmten Teilstück wieder natürlicher fließen lassen.

In der jüngsten Sitzung lag dem Gemeinderat Stulln der Antrag des Freistaates Bayern - vertreten durch das Wasserwirtschaftsamt Weiden - auf ökologischen Ausbau des Hüttenbachs, ein Gewässer II. Ordnung, in einem Teilstück von 200 Metern zur Erteilung des gemeindlichen Einvernehmens vor.

Bürgermeister Hans Prechtl erinnerte in einer kurzen Rückschau, dass dieser Flusslauf von 1933 bis 1936 zur Gewinnung landwirtschaftlicher Nutzflächen reguliert wurde. Nun solle auf der Grundlage des Plangenehmigungsverfahrens eine Renaturierung - eine Rückgewinnung des ursprünglichen Verlaufs - angestrebt werden.

In östlicher Richtung

Vorgesehen ist ein Teilbereich in östlicher Richtung ab Ortsende von Säulnhof mit dem Einbau von sechs Kurven. Die Sohle und die Ufer bleiben unbefestigt. Zum Teil wird das alte Bachbett zwecks Bildung einer Erosionssicherung nach unten mitbenutzt. Das existierende Gewässerbett wird teilweise verfüllt. Der geringfügige Eingriff in den Gehölzbestand wird durch die Neuanpflanzung der Hauptarten Schwarzerle, Esche, Bruchweide und Haselnuss kompensiert.

Die errichtete Flutmulde des alten Bachlaufs muss von Gehölzen freigehalten werden. Die Umgestaltung zu einem naturnahen Bachabschnitt verbessert den Wasserpflanzenbestand und begünstigt den Gewässerbodenbewuchs, eine Artenvielfalt von Fischen und tierischen Organismen.

Im Falle eines Hochwassers wird sich die Situation nicht verschlechtern. Eine Erhöhung des Wasserspiegels ist weder bei Niedrig- noch bei Hochwasser zu befürchten. Der Eigentümer des südlich gelegenen Grundstücks gewährt dem Freistaat Bayern eine unbefristete Grunddienstbarkeit zur Durchführung dieser Maßnahme.

Durch dieses Vorhaben entstehen der Kommune keine Kosten und gemeindliche Interessen werden nicht tangiert. Das Gremium erteilte dem Antrag einhellig das Einvernehmen.

Thema Kindergarten

Der Gemeinderat hat sich in der nichtöffentlichen Sitzung am 20. Januar mit dem Personalkonzept des Kindergartens befasst, teilte Bürgermeister Hans Prechtl mit. In einem Brief wurden die Eltern bereits über das wesentliche Ergebnis informiert und wichtige Punkte sind auch in der bereits im "Der neue Tag" abgedruckten Stellenausschreibung nachzulesen.

Die Gemeinde stellt im Zuge einer Mutterschutz- und einer sich daran anschließenden Elternzeitvertretung ab dem 1. April 2015 eine Erzieherin als Leiterin des Kindergartens ein. Die Stelle ist mit einer wöchentlichen Arbeitszeit von circa 15 Stunden bis Ende 2016 befristet und von der Belegsituation im Kindergarten abhängig.
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