Internet-Ausbau: Gemeinde nimmt weiteren Schritt
Schneller ins Netz

Ingenieur Josef Ledermann. Bild:ohr
Lokales
Stulln
28.10.2014
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"Breitband ist wichtiger als Straßen": Mit diesem Zitat des ehemaligen Ministerpräsidenten Günther Oettinger aus Baden-Württemberg leitete Bürgermeister Hans Prechtl zum zentralen Thema der Gemeinderats-Sitzung über. Im Beisein des Breitbandbeauftragten der Verwaltungsgemeinschaft Schwarzenfeld, Alexander Schmid, begrüßte das Gemeindeoberhaupt Ingenieur Josef Ledermann aus Freising. Als Breitbandbeauftragter des Landkreises Regensburg arbeitet Prechtl mit dem gleichnamigen Ingenieurbüro zusammen. "Stulln hat bis jetzt 15 000 Euro für den Breitbandausbau in die Hand genommen", erinnerte der Bürgermeister und formulierte zum Ziel, dass jeder Haushalt über einen Glasfaseranschluss verfügen solle.

Josef Ledermann stellte zu Beginn seiner Ausführungen fest: "In Stulln ist schon sehr viel erreicht worden". Die DSL-Verfügbarkeit bewege sich zwischen 16 Mbit und 50 Mbit in der Sekunde. Angepeilt ist laut Ledermann eine flächendeckende Versorgung mit Bandbreiten von bis zu 50 Mbit pro Sekunde und mehr. Um Geld zu sparen, könnten zum Beispiel bereits vorhandene Leerrohre genutzt werden. "Die unentgeltliche Verlegung des Leerrohrs durch die Deutsche Telekom beim Bau des Geh- und Radweges von Stulln nach Grafenricht war vorausschauend gedacht", fügte der Bürgermeister ein.

Der Freistaat stellt für den Ausbau mit schnellem Internet zwei Milliarden Euro zur Verfügung. Gemäß der Bayerischen Breitbandförderrichtlinie liegt die Fördersumme für die Gemeinde bei 670 000 Euro. Das entspricht 80 Prozent. Um das zu bekommen, muss die Kommune insgesamt 837 500 Euro investieren. Der Eigenanteil beläuft sich dann auf 167 500 Euro.

In seinen weiteren Ausführungen zeigte der beratende Ingenieur die weiteren Verfahrensschritte auf. Zunächst muss nun die Ist-Versorgung dargestellt und das Markterkundungsverfahren eingeleitet werden. Nach dem Ausschreibungsverfahren erfolgen die Vergabe, die Projektdokumentation und das Einreichen der Förderanträge.

Einstimmig sprach sich der Gemeinderat dafür aus, das gesamte Gemeindegebiet als vorläufiges Erschließungsgebiet festzulegen und das Markterkundungsverfahren einzuleiten.
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