Land mit den vielen Gesichtern

Lokales
Stulln
07.02.2015
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Im indischen Kaduthuruthy lernte eine Reisegruppe aus Stulln die Familie von Pater Georg kennen. Der Stullner Geistliche zelebrierte in seiner fernöstlichen Heimatpfarrei einen Gottesdienst. Danach verköstigte seine Familie die Reisegruppe im Pfarrheim mit einem Mittagessen.

Unter dem Motto "Die Juwelen Indiens entdecken" unternahm eine 24-köpfige Gruppe aus Stulln und Umgebung unter der Leitung des Stullner Pfarrers Pater Georg eine Studien- und Erlebnisreise nach Nord- und Südindien.

Nach der Ankunft in Delhi, der Hauptstadt des Subkontinents im Norden Indiens, stand eine Orientierungstour auf dem Programm: wichtige Regierungsgebäude waren zu sehen, darunter das Rashtrapati Bhawan (Residenz des Präsidenten), sowie das India-Gate. Geschichtlich ist Nordindien von den hinduistischen Maharadschas, den moslemischen Moghulkaisern und den Sikh-Gurus der vergangenen Jahrhunderte geprägt.

In der "Pink City"

Im Laufe der nächsten Tage besichtigte die Reisegruppe viele prächtige Paläste und Bauten, unter anderem Indiens größte Moschee im magischen Alt-Delhi. Natürlich durfte auch Raj Ghat mit dem Mahatma-Gandhi-Denkmal nicht fehlen.

Überdies stand die Hauptstadt des indischen Bundesstaates Rajasthan, Jaipur, auf dem Besuchsplan. Bekannt als "Pink City" wegen der rosa gefärbten Gebäude in der Altstadt und berühmt durch ihre Forts und Paläste. So wurden der City Palast, der Palast der Winde und auch das größte von fünf bemerkenswerten Observatorien, Jantar Mantar, besichtigt - und die Besucher waren immer wieder von der architektonischen Extravaganz verblüfft.

Bei einer Halbtages-Exkursion zum Fort Amber stieß die Reisegruppe auf ein ausgezeichnetes Beispiel der Rajputen-Architektur, und auf dem Weg nach Agra besuchte sie auch die verlassene Stadt Fatehpur Sikri. Sie gilt als architektonische Meisterleistung des Moghulkaisers Akbar.

In Agra wurde das Große Fort besichtigt, und anschließend erwartete die Gruppe der Höhepunkt jeder Nordindienreise: das weltberühmte Taj Mahal, das in unvergleichlicher Vollkommenheit und Schönheit erstrahlt und jeden Besucher in Ehrfurcht versetzt.

Nach der Hälfte des Indienaufenthalts brachte ein Inlandsflug die Stullner Reisegruppe von Delhi nach Cochin im südlichen Bundesstaat Kerala, der Heimat von Pater Georg. Kerala besticht mit einer unglaublichen Vegetation und ist von Karbonwäldern, Tee-, Kaffee- und Gewürzplantagen geprägt.

Die Gruppe besichtigte die lebendige Hafenstadt Cochin, durfte beim Fischen mit Netzen chinesischer Machart zusehen, besichtigte den Dutch Palace, das zum Weltkulturerbe gehörende Fort Cochin, die älteste europäische Kirche in Indien, die St. Francis-Kirche mit dem Grabmal des Seefahrers Vasco da Gama, und spazierte durch das jüdische Viertel Mattancherry zu einer Synagoge.

Zu Hause beim Pfarrer

Auf dem Weg nach Kodungalloor und Guruvayoor machte man in einem Priesterseminar Station. Ein Abendspaziergang am Cherai Beach rundete diesen Tag ab. In Kaduthuruthy lernte die Reisegruppe die Familie von Pater Georg kennen. Im Anschluss führte die Fahrt weiter nach Thekkady, und die Gruppe erkundete am nächsten Tag mit einer Bootssafari den Periyar Nationalpark.

In den kommenden Tagen standen unter anderem die Besichtigung der Wallfahrtsstätte der heiligen Alphonsa, aber auch der Besuch von Tee- und Gewürzplantagen, sowie einer Teefabrik auf dem Programm.

In Kumarakom erwartete die Reisenden der Höhepunkt einer Südindienreise: eine ganztägige Hausbootfahrt auf den Backwaters, ein verzweigtes Wasserstraßennetz im Hinterland der Malabarküste - ein Paradies!
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