Neue Größe birgt Probleme

Pfarrgemeinderatssprecher Erwin Wittmann (links) begrüßte vor den Stufen zum Hauptportal der St.-Barbara-Kirche in Stulln Dekan Michael Hoch (vorne rechts) zur Feier der Amtseinführung von Heinrich Rosner (Zweiter von links) als Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft Schwarzenfeld/Stulln. Neben Rosner stehen Gemeindereferent Markus Seefeld, Pfarrvikar Joseph Kokkoth und als Mitzelebrant Ruhestandspfarrer Richard Salzl Bild: ohr
Lokales
Stulln
21.10.2015
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Die katholischen Pfarreien Schwarzenfeld und Stulln gehören jetzt verwaltungstechnisch und seelsorgerlich zusammen. Die Zahl der zugehörigen Gläubigen ist damit ziemlich groß geworden.

"Mit der Errichtung der Pfarreiengemeinschaft Schwarzenfeld/Stulln ab dem 1. September 2015 haben die Christinnen und Christen eine neue Seite in ihrer beider Pfarreigeschichte aufgeschlagen", betonte Dekan Michael Hoch in seiner Predigt zur Amtseinführung von Pfarrer Heinrich Rosner als ihren Leiter. Kein einfacher Schritt: Wurden sie doch erst vor 60 Jahren eigenständige Pfarreien. Der Dekan stellte das Seelsorgeteam mit Pfarrer Heinrich Rosner, Pfarrvikar Joseph Kokkoth und Gemeindereferent Markus Seefeld der Kirchengemeinde vor.

Eine Pfarreiengemeinschaft sei kein "Ein-Mann-Betrieb", sondern eine "Ich-Du-Wir-Gesellschaft". Diese letzte Aussage stellte Dekan Michael Hoch ins Zentrum seiner Predigt und verdeutlichte die Vernetzung der drei persönlichen Fürwörter. Würde eine größer werdende Gemeinschaft, eine Pfarreiengemeinschaft, das "Ich" aus dem Blick verlieren, wäre das fatal, so der Geistliche in seinen weiteren Worten. Trotz der Zahl von 6700 Katholiken in der Pfarreiengemeinschaft bleibe der einzelne Mensch, der gläubige Christ, im Fokus der Seelsorge.

Das Wachsen der Seelsorgebereiche erschwere zunehmend die konkrete Hinwendung des Pfarrers zum "Du". Dennoch, so Hoch, ist der Priester - und mit ihm die hauptamtlichen Seelsorgerinnen und Seelsorger - zum anderen Menschen hin gesandt: Ihm in Traurigkeit und Ratlosigkeit, in Sorge und Krise an der Seite zu stehen. Manchmal aber entstehe der Eindruck, die Kirche kümmere sich viel mehr um Gesetze als um das Herz des Menschen. "Aber: der einzige Weg der Kirche ist der Mensch, das Du. Papst Franziskus wird nicht müde, das zu betonen", merkte der Dekan überzeugt an.

Freude über guten Start

Die evangelische Pfarrerin Heidi Gentzwein brachte in ihrem Glückwunsch ihre Freude über die bereits eingeleitete gute ökumenische Zusammenarbeit zum Ausdruck.

Aufgrund des "rundum gelungenen Starts" ist Pfarrgemeinderatssprecher Erwin Wittmann überzeugt, dass auch künftig die Pfarrei Stulln mit Leben erfüllt sein werde und dankte dem neuen Seelsorgeteam für das bisherige Engagement. Er sicherte dem neuen Dreigespann seine und die Unterstützung aller Mitarbeiter in den kirchlichen Gremien zu und wünschte im Namen der gesamten Pfarreiengemeinschaft für die neue Aufgabe viel Glück, Gesundheit. Erfolg und Gottes Segen.

Bürgermeister Hans Prechtl wünschte sich, dass die Pfarreiengemeinschaft beider Orte genauso gut funktionieren möge wie die seit über 40 Jahre bestehende Verwaltungsgemeinschaft. Kirchliche und weltliche Gemeinde hätten sich in Stulln stets gut ergänzt. "Alle bisherigen Pfarrer haben in Stulln einen guten Boden vorgefunden. Sie sind auf aufgeschlossene Menschen getroffen, die sich ihrem Glauben verbunden fühlen", hob Prechtl hervor. Zum besseren Kennenlernen der Gemeinde überreichte Prechtl Chroniken für das Pastoralteam.
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