Neue Spitze der Schützen

Bürgermeister Hans Prechtl (Zweiter von links) gratulierte dem neu gewählten Vorstandsgremium des Schützenvereins "Glück-Auf" Stulln. Martin Eules (Dritter von rechts) steht nun als Schützenmeister an der Spitze. Sein Stellvertreter ist Michael Bierler (rechts). Bild: ohr
Lokales
Stulln
09.04.2015
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Nach 21 Jahren vollzog sich beim Schützenverein "Glück-Auf" Stulln ein Wechsel an der Spitze. Ein verdientes Mitglied konnte die höchste Vereinsauszeichnung entgegennehmen. Die beiden Einbrüche ins Schützenheim verliefen relativ glimpflich.

Bei der Jahreshauptversammlung stellte Vorsitzender Joseph Bierler in seiner Rückschau im voll besetzten Schützenheim die positive Mitgliederentwicklung heraus. Nach einem Sterbefall, einem Austritt und sieben Neuaufnahmen zählt der Verein 227 Mitglieder: 128 gemeldete Aktive beim OSB und 99 Passive. Bierler verwies darauf, dass bei den Einbrüchen ins Schützenheim die bereits gefassten Täter jedes Mal Bargeld aus der Kasse entwendeten, der Waffenschrank aber unversehrt blieb. Die Jugendlichen erhielten zehn Uniformen, und die neu angeschaffte Theke aus Edelstahl entspreche den heutigen Anforderungen.

Zahlreiche Organisationen benutzen das Schützenheim für vereinsinterne Schießabende, und auch für weitere Veranstaltungen steht das Domizil zur Verfügung. Die ehrenamtlichen Helfer - vor allem die Wirte - versetzen den Verein in die Lage, das Schützenheim selbstständig zu betreiben.

Der Schützenmeister verwies in seiner Vorausschau auf die Unterstützung des Bergknappenvereins Stulln/Schwarzenfeld beim Bayerischen Knappentag am 13. und 14. Juni anlässlich der 1000-Jahr-Feier des Marktes Schwarzenfeld sowie auf die Beteiligung am Stullner Bürgerfest.

Verein schuldenfrei

Schützenmeister Joseph Bierler stand nicht mehr zur Wahl und erinnerte in seiner Rückschau unter anderem an den Meilenstein "Bau des Schützenheims". Das Schützenheim sei ein Abbild des Vereins. Alle zogen an einem Strang und die Schützen meisterten die übergroße Aufgabe ohne fremde Hilfe. Die Bauzeit betrug 18 Monate, und der Verein war nach vier Jahren schuldenfrei. Er habe für die Zukunft ein gutes Gefühl. "Ich bin gerne, wirklich gerne euer Schützenmeister gewesen. Danke!", fügte Joseph Bierler abschließend hinzu.

Gute Ergebnisse

Schießleiter Siegbert Wilhelm gab einen Einblick in das breite schießsportliche Programm 2014/15 und stellte auch respektable überörtliche Ergebnisse heraus: bei den Bayerischen Meisterschaften/Pfreimd in Luftpistole (LP)/Altersklasse (AK) 3. Rang mit der Mannschaft; im Gausaison-Turnier Ränge im vorderen Feld - Franz Prechtl Platz 1/AK, Wilhelm Andreas Schützenklasse (SK) Zweiter; bei den Rundenwettkämpfen mit sieben Mannschaften: LP Stulln 2/Breitensport, 3. Rang; Gaumeisterschaften/Pfreimd: jeweils Platz 1 Michaela Wilhelm (LP Damen) und Hermann Prüfling (LP/Senioren).

In der OSB-Jugendrangliste unterstützten 7 Schützen aus Stulln den Gau Nabburg, für die Landesmeisterschaft 2015 in Pfreimd qualifizierten sich im Jugendbereich 9 Teilnehmer, beim Jugendgauschießen gewann Markus Prüfling die Jubiläumsscheibe mit einem 27-Teiler. Bei der Gaumeisterschaft gingen vier Medaillen in Gold nach Stulln, außerdem gab es jeweils eine in Silber und Bronze, informierten die Jugendleiter Andreas und Julia Wilhelm. Jonas Muckenschnabel und Daniel Edenharter fungieren als Gaujugendsprecher. Jonas Obermeier trainiert im OSB-Leistungskader.

Detailliert bilanzierte Schatzmeister David Raab Einnahmen und Ausgaben und gab einen positiven Kassenstand bekannt. Revisor Josef Wilhelm testierte eine sehr übersichtliche, einwandfreie Finanzabwicklung, und sein Antrag zur Entlastung der Vorstandschaft erhielt ein einhelliges Votum.

Lob vom Bürgermeister

"Der Schützenverein steht pumperlgesund da", freute sich Bürgermeister Hans Prechtl in seinem Grußwort. Die Schützengemeinschaft sei ein wichtiger Eckpfeiler im Stullner Vereinsleben. "Dieser Erfolg ist kein Automatismus, sondern ein Verdienst vieler unter der professionellen Führung von Schützenmeister Joseph Bierler." Ihm galt sein Dank für das "hervorragende Engagement" in der 21-jährigen Vereinsverantwortung.
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