Ökumenischer Gottesdienst zur Friedensdekade
Widerstand beginnt im Herzen

Die evangelische Pfarrerin Heidi Gentzwein und Pater Georg beteten gemeinsam während des Gottesdienstes zur ökumenischen Friedensdekade in der St.-Barbara-Kirche. Bild: ohr
Lokales
Stulln
21.11.2014
0
0
Deutschlandweit bezeugen Christen während der ökumenischen Friedensdekade, wie Gottes Barmherzigkeit ermutigen kann, gegen Gewalt einzutreten. "Befreit zum Widerstehen" lautete in diesem Jahr das Motto beim Friedensgottesdienst in der St.-Barbara-Kirche. Dieses Widerstehen, betonte Pater Georg eingangs, beginne im eigenen Herzen, im Umgang mit den eigenen Wünschen und Fantasien. Wo menschliches Leben durch Gewalt und Ungerechtigkeit bedroht werde, helfe Gott allen Menschen zu widerstehen.

"Gott hat uns nicht den Geist des Verzagens gegeben, sondern den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit": Diese Textzeile aus dem zweiten Brief von Apostel Paulus an Timotheus schickte die evangelische Pfarrerin Heidi Gentzwein ihren Gedanken zum Leitspruch voraus. Die innere Freiheit und die Freiheit des Glaubens seien die Grundlage, aus der jedes Widerstehen und die Arbeit für den Frieden folgen könne. Die vor 25 Jahren erlebte Friedensbotschaft Jesu und die in diesem Geist gehaltenen Friedensgottesdienste seien zu einer Kraftquelle geworden, so dass die friedliche Revolution gewaltfrei verlaufen konnte. Gebete und Kerzen seien zu einer Kraft geworden, mit der die Machthaber nicht gerechnet hatten. Die Taube sei ein Sinnbild des Heiligen Geistes Gottes selbst. Seine sanfte Macht sei stärker als Menschenmacht - und gebe Hoffnung darauf, dass Gewalt und Unrecht überwunden werden.

Durch inhaltlich abgestimmte Gebete, Fürbitten, Lieder in Orgelbegleitung und Psalmen wurden die Kirchbesucher in den Friedensgottesdienst eingebunden.
Weitere Beiträge zu den Themen: November 2014 (8193)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.